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Rezension: The statistical probability of love at first sight

Schon geraume Zeit wollte ich zu diesem Buch greifen, jedoch zur deutschen Ausgabe. Doch fand ich den Preis für die 200 Seiten einfach zu hoch. Während ich also wartete, dass dieses Buch endlich gebraucht günstiger wird, hat Yvonne eine Notizbuch Aktion zu diesem Buch ins Leben gerufen. Sie selbst hat das Buch auf Deutsch gelesen, wollte es nun aber als Notizbuch herumwandern lassen. Kein Wunder, dass ich mich also dazu habe eintragen lassen. :-))

Jennifer E. Smith hat vor “Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick” schon zwei weitere Jugendbücher veröffentlicht. Sie hat den Master in kreativen Schreiben an der schottischen Universität St. Andrews gemacht und arbeitet derzeit als Editor in New York.

  

Das Cover gefällt mir farblich sehr gut, aber es passt leider nicht ganz so gut wie das andere Cover, bei dem ein Junge und en Mädchen sich am Flughafen küssen. Statt der Wiese wäre vielleicht ein Wolkenhimmel besser gewesen, meinetwegen auch noch mit Flugzeug. Was man sich bei dem Cover jedoch gedacht hat, weiß ich nicht. Dennoch ist es hübsch anzusehen und sieht im Regal sicher gut aus.

Who would have guessed that four minutes could change everything? Imagine if she hadn’t fogotten the book. Or if there hadn’t been traffic on the expressway. Or if she hadn’t fumbled the coins for the toll. What if she’d run just that little bit faster and caught the flight she was supposed to be on. Would it have been something else – the weather over the atlantic or a fault with the plane? Hadley isn’t sure if she believes in destiny or fate but, on what is potentially the worst day of each of their lives, it’s the quirks of timing and chance events that mean Hadley meets Oliver…

Das Erste, was mir einfällt, wenn ich an dieses Buch denke, ist, dass es innerhalb von vierundzwanzig Stunden angelegt ist. Ich finde es faszinierend, welche Geschichte uns Jennifer E. Smith in knapp 215 Seiten verkaufen kann und zumindest mich mit einem Lächeln und ein paar Tränchen in den Augen zurück ließ.

Hadley verpasst ihren Flug. Je mehr man ihren Charakter kennenlernt, versteht man, dass dies eigentlich sehr untypisch für sie ist. Doch diese vier Minuten, die sie zu spät am Gate war, verändern ihr ganzes Leben und lassen sie vierunzwanzig Stunden bangen, hoffen, lachen und lieben. Es verändert ihre Sichtweise und ihre Gedanken, denn sie lernt Oliver am Gate kennen. zufälligerweise sitzen beide im selben Flug auf dem Weg nach London und kommen einander näher – bis sie am Flughafen voneinander Abschied nehmen müssen…

Wie die beiden Charaktere miteinander umgehen, die Dialoge zwischen den beiden – für mich kam das schon gleich von Anfang an als die perfekte Liebesgeschichte rüber. Mit leichten Worten erzählt die Autorin, wie die beiden sich während des Flugs näher kommen und danach getrennte Wege gehen (oder vielleicht auch nicht? :)).

Ein weiterer Pluspunkt war, dass die Geschichte in London spielt – ich liebe diese Stadt! Die Umgebung läd zum Träumen, zum Nachdenken und zum Verweilen ein und bildet somit die perfekte Umgebung für Hadley und Oliver. Allein Hadleys Kampf mit dem Bus- und U-Bahn-System der Stadt fand ich sehr amüsant, da es mich an meinen ersten Londonurlaub erinnerte.

Insgesamt ist das Buch für Schnellleser eher kurzweilig, dafür aber emotiongeladen und von meiner Seite aus auf alle Fälle empfehlenswert! Mich konnte die Autorin sehr begeistern und ich werde sicherlich zu weiteren ihrer Bücher greifen. :-)


The statistical probability of love at first sight

Jennifer E. Smith
Headline – Mai 2012
215 Seiten, broschiert
[~ 8,10 €]


Rezension: Verräter der Magie

Es ist schwarz, es glitzert – es ist ein Buch! Na ja, ok, das Cover hat mich bei folgendem Buch sicherlich nicht gerade überzeugt, dennoch habe ich zu “Verräter der Magie” gegriffen, da ich a) schon von einer Betaleserin sooo viel geutes gehört hatte und b) ich Rebecca auf Twitter folge… ;-) Da wurde ich doch neugierig, was es mit ihrem Erstling so auf sich hat.

Rebecca Wild, geboren am 21. Juni 1991, zeigte schon früh kreative Ausbrüche. Am Ende hat sie sich dem Zeichnen und Schreiben zugewandt (zum Glück!), während sich ihr die Mathematik nie so ganz erschließen konnte (Sei dir gewiss: es geht nicht nur dir so ;-)). Sie lebt in Salzburg und studiert MultiMediaArt.

Der Ravensburger Verlag hat dem größeren Taschenbuchformat ein schlichtes, schwarzes Antlitz verliehen. Darauf sieht man Cian und Kira, deren gelbes “Licht” noch durch eine Goldprägung veredelt wurde. Alles in allem kein schönes Cover, leider, leider. Denn ich glaube, dass dies viele vom Kauf abhalten wird.

Kira hasst Magier. Und Cian hat eine Abneigung gegen Feenwesen.
Als Cian jedoch eines Nachts getötet wird, schafft er es seinen Geist zu lösen und in einen anderen Körper zu fliehen – und das ausgerechnet in Kiras! Nun muss Kira Cian helfen, denn nur so kann sie ihn endlich loswerden… doch während dieser Mission beginnt sie Cian mehr zu mögen, als sie es jemals für möglich gehalten hätte…

In “Verräter der Magie” lernen wir gleich zwei wundervolle Charaktere kennen – in einer Person!
Kira ist eine charmante Sidhe, die frei Schnautze sagt, was sie denkt und somit den Leser oftmals zum Lachen bringt. In ihren Körper eingenistet hat sich Cian, der wiederrum des Nachts getötet wurde und mehr durch Zufall seine Seele in Kiras Körper verfrachtet hat. Er ist einer der mächtigsten Magier; genau jener Magier, die die Sidhe einsperren und unterdrücken. Kein Wunder, das weder Cian, noch Kira erfreut sind, sich nun Kiras Körper zu teilen.

Für den Leser schafft dies sehr humorvolle Situationen, die das Buch zu einem Pageturner machen. Unterstützt wird dies noch durch den lockeren Schreibstil, der vor allem für die jüngere Generation geeignet ist, aber auch eine seichte lektüre für Erwachsene aus diesem Buch entstehen lässt.

Im Text selbst finden sich viele unbekannte Begriffe. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn alles findet sich hinten in einem Glossar wieder.

Die Welt, die Rebecca Wild erschaffen hat, ist wirklich toll! Ich mag die Idee, dass Magier nur zaubern können, weil sie Magie aus ihrer Umwelt ziehen. Auch die Unterdrückung der Sidhe und anderer magischer Wesen passt gut in dieses Konzept.

Ein Buch für Jung und Alt, das einen hohen Unterhaltungsfaktor bietet und sich regelrecht verschlingen lässt. Ein roller Debütroman, der Lust auf mehr macht! Zum Glück geht es mit Kira und Cian bereits im März 2013 weiter.


Verräter der Magie

Rebecca Wild
Ravensburger – August 2012
320 Seiten, broschiert
[9,99 €]


Rezension: Flying Moon

Flying Moon klang für mich nach einem Must Read, einfach, weil ich Filme zu diesem Thema so gerne sehe und auch einmal gerne etwas ähnliches lesen wollte. Der Red Bug Books Verlag ist neu in der Branche, spezialisiert sich auf den Bereich eBooks und hat mit Flying Moon das erste “Young Adult” eBook veröffentlicht.

Katrin Bongard wurde in Berlin geboren und zog später nach Potsdam um. Heute widmet sie sich der freien Kunst und dem Schreiben und ist als Graphikerin, Drehbuchautorin und Texterin aktiv.

Moon ist gerade 16 Jahre alt, als sie auf einer Filmparty einen unbekannten Jungen trifft und mit ihm die Nacht verbringt. Ein Jahr später begegnet sie ihm wieder: an einem Filmset, nachdem sie für einen Film gecastet wurde. Doch sein Ruf als Verführer eilt ihm vorraus und steht stets zwischen den Beiden. Wird es wie im Film ein Happy End geben?

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich das Buch gut fand, es jedoch wie viele Bücher ihre Schwächen hat. Ich hoffe, dass jetzt nicht meine Rezension zu negativ erscheint, denn ich habe das Buch gerne gelesen und konnte es zeitweilen auch nicht aus den Händen legen und habe mit damit die Nacht um die Ohren geschlagen! :-)

Direkt am Anfang lernt man Moons Familie und auf den ersten Seiten auch schon Lasse kennen, den Moon ein Jahr später am Filmset trifft. Ich fand die verschiedenen Sichtweisen und Charaktereigenschaften der beiden Hauptcharaktere sehr gelungen, vor allem Lasse war in meiner Vorstellung genau der Typ, den ich mir als einen populären Filmdarsteller vorstellen würde.
Die Nebencharaktere sind eben nur das: Nebencharaktere und ihre wichtigsten Eigenschaften umrissen, sodass man zumindest das Gefühl hat, dass diese nicht in der Geschichte untergehen, man aber nicht von ihnen zu sehr vom eigentlichen Geschehen abgelenkt wird.

Was mir als erstes auffiel waren jedoch zwei Dinge: dem eBook lag ein englisches Wörterbuch zugrunde, sodass ich Wörter nicht einfach mal “nachschauen” konnte, was das Wort xyz bedeutet. Außerdem sind die Abschnitte immer sehr kurz, sodass mir der Szenenwechsel häufig zu schnell vonstatten ging.
Auf den zweiten Blick musste ich jedoch noch zwei Dinge feststellen: bei den den Dialogen war ich oft abgehangen, weil mir Einschübe wie “sagte er” etc. teilweise zu wenig verwendet wurden. Schlimmer sind jedoch in meinen Augen die Rechtschreib- und Grammatikfehler, die ich z.T. sogar zuhauf gefunden habe.

Dicht gefolgt von Sinnfehlern. In dem Buch nimmt Moon als Hauptdarstellerin an Dreharbeiten zu einem Film teil, dessen zweite Drehphase in Saarbrücken ist. Ich weiß nicht, wie die Autorin gerade auf Saarbrücken kam, aber als gebürtige Saarländerin kenne ich Saarbrücken. Dachte ich zumindest. Mir war jedoch neu, dass das Schloss Saarbrücken eigentlich eine Burg ist und es dort auch noch ein Restaurant gibt. Als dann der Burghof zum Schlosshof wurde, war ich dann doch abgehangen. Auch die Beshreibungen der Fußgängerzone waren in meinen Augen zum Teil nicht stimmig mit der Realität. Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten, ob das gut oder schlecht ist, da man als Autor sich ja auch die Freiheit zur Neuinterpretation nehmen kann. Für mich persönlich war das dann jedoch eher verwirrend als fördernd.
Jedoch die Bar, vor der gedreht wurde… ich fühlte mich stark an meine Lieblingsbar erinnert… :-) Frau Bongard klären sie mich auf, um welche Bar es sich denn hier handelt! Ich bin neugierig.

Leider fand ich das Drehbuch, das dem Film zugrunde liegt, entweder zu “beschnitten” für das Buch, oder die Geschichte hatte für mich keinen großartigen “Sinn”. Vielleicht handelt es sich aber auch um einen “Arthouse” Film, dessen Sinn mir schon immer verschlosen blieb. Aber wir reden hier ja auch von einem Buch und daher kann ich darüber getrost hinwegsehen.
Jedoch war es oft etwas seltsam, wie oft Szenen gespielt wurden, bis sie im Kasten waren. Für manche Dinge gab es zwei Einstellungen, für die Kussszene wurde jedoch ein ganzer Tag benötigt. Ob das so seine Richtigkeit hat? ;-)

Ein paar Sinnfehler sind mir auch untergekommen. Wieso hat Moon z.B. nicht Lasses Nummer, wenn sie sich zuvor von Lasses’ Handy aus angerufen hat?

Der Schreibstil jedoch ist sehr angenehm und trifft genau die jeweilige Situation. Einzig die schon genannten zu kurzen Szenen haben mich etwas gestört.

Wenn ihr nun trotz meiner vielen negativen Punkte wissen wollt, was ein “Flying Moon” ist und ob Moon und Lasse ihr persönliches Happy End erleben, so solltet ihr euch das eBook nicht entgehen lassen. Für 2,99 € ist das Buch erschwinglich und ich finde das ist ein guter Preis, trotz der Mängel, die der Roman noch aufweist. Ich zumindest hatte eine schöne Lesezeit mit dem Buch und werde sicherlich zu weiteren Büchern aus diesem Verlag und der Autorin greifen!


Flying Moon
Katrin Bongard
Red Bug Books – September 2012
~ 246 Seiten, eBook
[2,99 €]


Rezension: Grischa – Goldene Flammen

Ehrlich? Das Cover hatte es mir von Anfang an angetan. Und dennoch wusste ich nicht, ob ich tatsächlich zu dem Buch greifen sollte. Dass ich es letzten Endes doch getan habe, hat sich als absoluter Glücksgriff herausgestellt!

Leigh Bardugo, geboren 1975 in Jerusalem, wuchs in Los Angeles auf. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Make-up-Artist. “Grischa” ist ihr erster Roman, zwei weitere Bände sind in Vorbereitung.

Die Gestaltung des Buches ist wiedermal ein Traum für das Leserherz. Ich finde das Cover ist schlicht und sicher nicht innovativ, aber ich finde es einfach traumhaft schön. Ich mag Tuschezeichnungen und daher war ich noch erfreuter, dass ein Tuschewald sich unter dem Schutzumschlag verbarg. Die Kapitelanfänge sind immer mit einem kleinen Symbol versehen, die einfach super zur Geschichte passen. Um die entsprechende Seite wiederzufinden wurde dem Buch noch ein passendes, dunkelgrünes Lesebändchen hinzugefügt, dass die Gestaltung abrundet.

Alina Starkowa ist als Weisenkind aufgewachsen. Schon von Kindesbeinen an war Meljen in ihrem Leben und so ist es kein Wunder, dass die beiden zusammen in der Armee landen. Während Meljen sich mit dem Fährtenlesen auseinandersetzt, lernt Alina das Kartographieren. Eines Tages soll die Armee die Schattenflur überqueren, eine Sandwüste, ind er Dunkelheit herrscht und böse Kreaturen leben. Als das Skiff, auf dem sich Meljen und ALina befinden, angegriffen wird, wird Meljen schwer verletzt. Und dann passiert etwas, das Alinas Leben verändern wird… sie rettet Meljens Leben und Erweckt ihre Fähigkeiten als Grischa.

Unglaublich, wie dieses Buch mich in einen Sog zog. Ich konnte es tatsächlich nicht erwarten zu lesen, wie es mit Alina, Meljen und dem Dunklen weitergeht. Man lernt so viele aufregende und spannende Charaktere in diesem Buch kennen, dass man irgendwann selbst das Gefühl hat dazuzugehören.
Neben Alina, die eindeutig eine starke Heldin für diese Geschichte ist, und Meljen, den man Anfangs einfach nicht einschätzen kann, spielt auch der Dunkle eine große Rolle. Der Dunkle ist so etwas wie der Herrscher über die Grischa und direkt dem Zaren unterstellt. Ein Charakter, dessen Ausleuchtung so viele Facetten aufwies und den man mögen, hassen und verachten konnte. Aber auch die Nebencharaktere weißen Stärken und Schwächen auf, zaubern uns ein Lächeln auf’s Gesicht und enttäuschen uns, weil wir mehr von ihrem Wesen erwartet haben. Diese Mischung macht die Geschichte sicherlich ein Stück weit runder.

Die Geschichte an sich, die sich um die Mächte der Grischa, die Schattenflur und die Hirschherde dreht, ist nicht so spektakulär, wie man vielleicht annehmen mag, da ich das Buch ja wirklich verschlungen hatte. Doch die Art und Weise, wie Leigh Bardugo die Geschichte in eine so tolle Sprache packt, riss mich einfach mit.
Einziges Manko waren vielleicht die russischen Begriffe, die stets im Text aufkommen. Man muss sich etwas daran gewöhnen, doch nach einiger Zeit gehören diese Begriffe genauso dazu wie die Stazzeichen.

Alles in allem ist das Buch eine runde Sache und konnte mich vollends überzeugen.
Ein sehr gelungener Auftakt einer “russischen” Trilogie, von der ich auf jeden Fall mehr lesen möchte! Und ich hoffe, dass der nächste Band bald erscheinen wird.


Grischa

Goldene Flammen
Leigh Bardugo
Carlsen – August 2012
352 Seiten, gebunden
[17,90 €]


Rezension: Sturz in die Zeit

Bei vielen Büchern stelle ich mir die Frage, ob ich sie auf Englisch lesen soll, oder auf eine deutsche Übersetzung warten sollte. Bei “Tempest” war das genauso, doch als dann die deutsche Übersetzung erschien, habe ich am Ende doch wieder danach gegriffen. Nun stellt sich euch natürlich die Frage… hat es sich gelohnt?

Julie Cross, geboren in Heidelberg, lebt heute mit ihrer Familie in Illinois, in der Nähe von Chicago. “Sturz in die Zeit” ist ihr erster Roman.

Irgendwie verliere ich mich bei Fischer FJB Büchern immer in der Gestaltung. Doch auch diese Gestaltung ist einfach wieder eine wahre Freude für das Leserherz! Der spiegelnde Schutzumschlag hat ein recht annahmbares Cover (Ich mag den Typen darauf einfach nicht so ;-)) und sieht im Regal super schön aus. Darunter ist ein bedrucktes Hardcover, das das Motiv des Covers noch einmal etwas anders zeigt.
Im Inneren nicht ganz so spektakulär, erinnern die Überschriften jedoch ein den zuletzt gesehenen CIA Film… Zufall?

Jackson Meyer lebt im jahr 2009, ist in Holly verliebt und lebt ein ganz normales Leben. Bis auf die Tatsache, dass er in der Zeit springt und mit seinem Freund Adam Experimente zum Zeitreisephänomen durchführt. Als eines Tages in Hollys Zimmer seltsame Typen auftauchen und Jacksons Freundin erschießen, springt er unbewusst in der Zeit und landet im Jahr 2007, von dem aus er nicht mehr ins Jahr 2009 zurückspringen kann. Wie kann das sein? Kann er jemals zurück? Und wird er Holly retten können?

Ich muss gestehen, am Anfang hatte ich es mit dem Buch schwer. Ich weiß noch nicht mal wieso.. Wahrscheinlich lag es an meiner Stimmung und der Tatsache, dass man als Leser anfangs recht wenig über das Zeitreisen an sich erfährt und dann auch schon Holly ums Leben kommt.
Immerhin muss der Leser nicht lange warten, bis tatsächlich das passiert, das der Klappentext bereits verrät. Ab da entwickelte sich das Buch zu einem Actionfilm, der sich in meinem Kopf abgespielt hat.

Die Charaktere alleine haben mich irgendwann dann doch so überzeugen können, dass ich sie ins Herz schließen musste. Ich mochte Jacksons Denkweise vielleicht nicht immer, aber grundsätzlich ist er ein solider Charakter, der sich mit seiner Situation auch irgendwann zurecht findet. Holly hingegen gibt es in den verschiedensten Zeiten als die verrücktesten “Ausgaben”, die man irgendwie alle ins Herz schließt. Der verrückte Adam konnte das Team dann noch perfekt ergänzen.

Auch die Geschichte an sich hat einen höheren Sinn und befolgt diesen auch. Die Regeln der Zeitreise werden ausreichend und vor allem einleuchtend erklärt. Zeitgleich baut die Geshcichte ab einem gewissen Punkt immer weitzer Spannung auf. Tatsächlich fühlte ich mich wie in einem Actionfilm, daher war es eigentlich keine große Überraschung mehr zu lesen, dass dieses Buch auch verfilmt werden wird.

Wenn ich so darüber nachdenke fallen mir auch eigentlich kaum negative Aspekte ein. Außer dass der Start etwas holprig ist, hat Julie Cross es geschafft, mit einer gelungenen Geschichte und einem sehr flüssigen und lockeren Screibstil den Leser in seinen Bann zu ziehen. Das Buch ist gleichermaßen ein Magnet für Mädchen und Jungs, die sich entweder in Holly oder Jackson wiederfinden, oder in einen der beiden unsterblich verlieben werden. Das ältere Publikum wird vor allem durch die filmreife Action gepackt, sodass ich dieses Buch nur jung und alt empfehlen kann.

Ein packender Roman mit suchtpotenzial und einem sehr fiesen Ende, das eindeutig nach mehr schreit!


Sturz in die Zeit
Julie Cross
Fischer FJB – August 2012
512 Seiten, gebunden
[16,99 €]


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