Rezension: Dämonenhunger

Durch die Leserunde im Forum bei Bella’s Wonderworld bin ich auf das Buch Dämonenhunger von Timothy Carter gestoßen. Da ich an der Leserunde gerne teilnehmen wollte, obwohl sie schon ein paar Tage später startete, habe ich bei Amazon das Buch rausgesucht und dann auch bestellt.

Timothy Carter wurde 1972 in England geboren und wuchs in Kanada auf. Heute lebt er mit seiner Familie in Toronto.
Besonders lustig fand ich den Zusatz, den man dem Klappentext zum Autor entnehmen kann: „Er weist ausdrücklich darauf hin, dass er einen Roman geschrieben hat und keinen Ratgeber darüber, was zu tun ist, wenn die Welt untergeht (wobei die Lektüre natürlich hilfreich sein könnte).

Das Buch kommt als Taschenbuch daher, mit verstärkten Klappen, auf der natürlich weitere Informationen zu Autor und Inhalt entnommen werden können. Das Cover fand ich sehr ansprechend: ein kleiner Dämon mit den drei Reihen scharfer Zähne und der Schriftzug, der sich etwas hervorhebt (ein schönes Cover „zum Fühlen“).
Auch von innen ist man mit Liebe zum Detail vorgegangen: zuerst einmal gefällt mir die Aufteilung der Kapitel, diese laufen nämlich wie ein Countdown rückwärts. Beginnend mit Kapitel 30 arbeitet man sich zu Kapitel 1 vor, das schließlich den Weltuntergang mit sich bringen soll. Bei jedem Kapitel sind mehr von den kleinen Dämonen abgebildet, die immer zahlreicher auf der Welt erscheinen, sobald das Ende einer Epoche naht.

Vorwort
Dies ist die Geschichte der Vernichtung der Welt. Es ist eindeutig keine Geschichte über irgendeinen Helden, der den Weltuntergang verhindet, obwohl natürlich Helden und Bösewichte darin vorkommen, ebenso wie phantastische Geschöpfe und Magie. Nicht zu vergessen Schlachten, Niederlagen und Siege.
Doch freue dich nicht zu früh, lieber Leser. Dieses Buch wird trotzdem mit dem Untergang unserer guten alten Mutter Erde enden. Das Spiel wird nicht in letzter Minute abgepfiffen, es gibt keine schicksalhafte Kehrtwende und auch keinen überraschenden Schlussgag á la „Puh, das war jetzt aber knapp“.
O nein. Das war’s. Das Ende ist gekommen.
Dafür fängt der Spaß nun erst richtig an. Deswegen wird es auch Zeit, Vincent kennenzulernen.

Vincent Drear scheint ein ganz normaler Junge zu sein. Seine Eltern gehören dem Triumvirat an, einer Art Sekte, deren Ursprung im Laufe des Romans noch aufgeklärt wird. Auch sein Bruder klammert sich hingebungsvoll an das „wahre Wort“ des Triumvirat, nur Vincent nicht.
Doch die ganze Familie glaubt an eins: Dämonen. Denn das „wahre Wort“ besagt, dass Dämonen kommen werden, die den Weltuntergang ankündigen.
Auf einer Wissenschaftsmesse traut Vincent dann seinen Augen nicht, als da tatsächlich ein dämonenartiges Wesen seinen Weg kreuzt. Schon bald sieht sich Vincent in eine Sache verstrickt, von der die Menschheit niemals geträumt hätte: die Epoche ist zuende, die Welt wird untergehen.
Da der Weltuntergang unausweichlich bevor steht, macht sich Vincent mit seinen neuen Freunden, den Elfen und Feen, auf den Weg herauszufinden, was beim Weltuntergangszenario schief gelaufen ist, denn eigentlich sollten die Menschen längst zu den Portalen strömen, die sie in eine neue Epoche bringen…

Timothy Carter schrieb mit Dämonenhunger eine leichte Lektüre für Zwischendurch. Den Humor des Buches muss man allerdings mögen, sonst wird man das Buch gleich abschreiben wollen. Ebenfalls sollte man hier nicht mit einem trockenen „Fantasy“-Roman rechnen, denn Carter erzählt die Geschichte vom Untergang der Welt, wie wir sie kennen – mit phantastischen Aspekten.
Einige Dinge erschienen mir doch gegen Ende etwas unlogisch: so bricht sich Vincent z.B. beide Beine, kann sich aber mit der Gruppe noch recht flott fortbewegen. Auch hielt ich zwei seiner Freunde für tot, als es hieß „Max war von einem Stahlträger aufgespießt worden, Barnaby hatte sich den Schädel eingeschlagen.“ Umso überraschter war ich zu lesen, dass sie sich mit dem Rest der Gruppe zum nächsten Ort begaben.

Alles in allem ist Dämonenhunger ein Roman für ein paar schöne, lustige Stunden, wenn man auf die Art schrägen Humor steht, die Timothy Carter in diesem Roman eingebaut hat. Mich hat das Buch spontan in seinen Bann gezogen, sodass ich nach zwei Lesenächten damit durch war. Meine Überlegung wird nun nicht mehr sein, ob ich das Buch mag, sondern eher, wann ich dazu kommen werde den zweiten bereits von Carter erschienenen Roman („Böser Engel“) lesen zu können. :)

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