Rezension: Tote Mädchen lügen nicht

Spontankauf. Spontan gelesen und überrascht worden.
So sollten Bücher sein. Und für mich war „Tote Mädchen lügen nicht“ ein richtiger Glückgriff. :)

Jay Asher hatte die Idee zu seinem Debütroman „Tote Mädchen lügen nicht“ als er in einem Museum einem Audioguide lauschte. Der Roman erschien 2009 in Deutschland und ist nun erstmalig als Taschenbuch zu erhalten.

 

Das Taschenbuch ist in stilvollem Rot gehalten. Die dreizehn grünen Striche sehen sehr „thrillig“ aus und regen im Nachhinein sogar sehr zum Nachdenken an. Die Kapitel sind in die Seiten der Kassetten geteilt und jede Aktion mit dem Walkman („Stop“, „Play“, „Pause“) werden mit Symbolen im Text verdeutlicht und lockern den Text auf.

Als Clay nach Hause kommt, liegt vor seiner Tür ein Päckchen. Als er es auspackt sind darin 7 Kasetten, deren Seiten mit den Ziffern 1 – 13 beschriftet sind.
Als er beginnt sie zu hören, trifft ihn der Schlag. Die Kassetten sind besprochen von Hannah Baker. Der Hannah Baker, in die er sich vielleicht verliebt hätte, die sich jedoch vor zwei Wochen das Leben genommen hat.
Auf diesen 7 Kassetten berichtet Hannah, welche Gründe es gab, wegen denen sie sich das Leben nahm. 13 Personen sind darin verwickelt und allen sollen diese Kassetten geschickt werden…

Dieser Roman bewegt. Für Jugendliche geschrieben reißt er alle Altersgruppen mit sich in einen Strudel der Ereignisse, die sich wie eine Lawine fortbewegen, bis Hannah Baker keine andere Chance mehr sieht, als in den Freitod zu gehen.
Es sind viele Situationen und Momente in dem Roman, an der man sich fragen könnte, wie gut der Autor über Mädchen in Hannah’s Alter bescheid weiß. Sehr schön war zum Beispiel die Stelle, als jemand Hannah anfasste. Sie schlug seine Hand weg. Doch der Junge berührte sie erneut am Arm. Auf der Kassette sagt sie dann klipp und klar „Wenn ein Mädchen dich wegstößt… FASS SIE JA NIE WIEDER AN.“.

Die Emotionen und der leichte Erzählstil führen den Leser durch eine Nacht in Clays Leben, die sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Und auch der Leser verlässt diese Nacht mit großen Emotionen, die sich im Kopf einnisten und über das Gelesene nachdenken lassen.

Tote Mädchen lügen nicht
Jay Asher
cbt – September 2010
288 Seiten, broschiert
[9,99€]

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