Rezension: Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid

Es war einmal… „Ein mördericher Schneewittchenroman“. Ja, was sollte ich darunter erwarten? Eine Märchenadaption in unsere Zeit? Bingo! Gabriella Engelmann zeigt, dass es auch in dieser Zeit Märchen geben kann…

Gabriella Engelmann wurde in München geboren und entdeckte in Hamburg ihre Liebe zum Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagslleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jgendbüchern. Märchen stand sie bisher eher skeptisch gegenüber – was sich mit diesem Buch schlagartig geändert hat.

Ein großes Klappenbroschur, lila Untergrund, ein Mädchen in schwarz gekleidet, wie eine Einbrecherin, eine Spionin. Sie hat Haare so schwarz wie Ebenholz, ein Teint so weiß wie Schnee und Lippen, so rot wie Blut.
Dennoch gehört dieses Cover sicherlich nicht zu den gelungensten aus dem Arena Verlag. Der Schriftzug ist „überdimensional groß“ und weil er eben auch noch so lang ist, lenkt sich hier der Blick auf den dreifarbigen Schriftzug. Vielleicht auch ganz gut so, weil die „Einbrecherin“ nun eben kein Blickfang ist.
In der Buchhandlung bin ich auch mehrmals an diesem Roman vorbeigegangen. Erst über Amazon hatte sich mein Interesse dafür entfacht.

Es war einmal ein wunderschönes Mädchen
mit milchweißem Teint, rabenschwarzem Haar
und bluroten Lippen.
Und es war einmal eine böse Stiefmutter,
die selbstverliebt und von Neid zerfressen war.

Sarah versteht die Welt nicht mehr. Weshalb nur hasst ihre Stiefmutter Bella sie so sehr?
Bella würde alles dafür tun, die Schönse zu sein – und scheinbar ist ihr Sarah dabei ein Dorn im Auge.
Sogar vor einem Mordanschlag schreckt Bella nicht zurücl und Sarah flüchtet in eine WG. Die sieben Jungs kümmern sich rührend um ihre neue Mitbewohnerin. Doch während Sarah sich in Sicherheit wähnt und einen Modelvertrag unterschreibt, setzt Bella alles daran, ihre Konkurentin ein für alle Mal zu beseitigen.

Gabriella Engelmann entführt uns hier in ein bekanntes Märchen. Jeder kennt Schneewittchen und die grausame Hexe. Mit ihrem Roman „Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid“ hat sie eine schöne Adaption zu diesem Märchen geschaffen.

Mit einem lockeren Schreibstil erzählt sie das Märchen auf moderne Art und Weise.
Sarah, so schön, dass ihre Stiefmutter eifersüchtig auf sie ist, lebt in Hamburg bei ihrer Stiefmutter, während ihr Vater ständig auf Reisen ist. Die Stiefmutter ist vor allem neidisch auf Sarah, da diese spontan für einen Modelauftrag angesprochen wird, sie selbst aber noch nicht für ein Shooting gecastet wurde.
Deshalb lässt sie ihre Kontakte spielen, das Mädchen zu töten.

Sarah landet in der Zwergen-WG. Die eigentlich 8 Zwerge, 7 davon leben in der WG, bieten eine Menge überraschender Charaktere. Abwechslungsreiche Ereignisse sind das Resultat von Charakteren, die so unterschiedlich sind, dass man meinen könnte, sie passen nicht zueinander.
Und auch Sarahs große Liebe wartet in der WG, oder doch nicht?

Mit Witz erzählt, finde ich jedoch die Sache mit Bella etwas übertrieben dargestellt. Es scheint beim Lesen recht schwer nachvollziehbar zu sein, wieso die böse Stiefmutter Bella töten lassen will. Vielleicht hätte das Motiv etwas wohlüberlegter sein können.
Dennoch liegt mit diesem Roman eine wunderbare Geschichte vor, die den Leser in die Welt der Märchen eintauchen lässt – wenn auch nur für einige Stunden.
Und nach dem Lesen des Romans kann man die darin erwähnten Rezepte von jamieTim nachkochen! Na, was will man mehr? :-)

Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid
Gabriella Engelmann
Arena – Juni 2010
261 Seiten, broschiert
[13,95€]

Vielen Dank für das Leseexemplar geht an !

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