Rezension: Hexendreimaldrei

Durch die Leserunde in Bellas Wonderworld Forum bin ich auf den Roman „Hexendreimaldrei“ aufmerksam geworden. Ich wusste ja nicht welch köstliche Literatur ich da vor mir hatte.. :)

Claudia Toman wurde 1978 in Wien geboren und arbeitete als Inspizientin, Regieassistentinm Regisseurin und Librettistin in Wien, Tokia und Tel Aviv. Sie publizierte Kurzgeschichten und Lyrik in verschiedenen Anthologien, bevor sie jmit „Hexendreimaldrei“ ihren ersten Roman schrieb.

Die äußere Gestaltung finde ich herzallerliebst! Der rote Untergrund mit den Blümchen, der Spinne (dem Zeichen für Hexen!) und dem Frosch unten rechts. Ich glaube, ich hätte das Buch in der Buchhandlung als Blickfang empfunden.
Außerdem fand ich die Gestaltung der einzelnen Teile (Vorspiel, Teil 1, Teil 2 und Nachspiel) sehr schön gemacht.

Gut, sie ist wütend – unendlich traurig – am Boden zerstört, aber muss sie darum den abtrünnigen Märchenprinzen gleich in einen Frosch verwandeln? Mit dem Wunsch, den ihr eine Fee gewährt, hätte Olicia wahrlich Besseres anfangen können. Der Welt den Frieden schenken oder zumindest sich selbst ein schickes Apartment in London. Als sie ihren Fehler erkennt, ist fast alles zu spät. Doch um ihren Frosch (und die Liebe!) zu retten, ist Olivia zu allem bereit – sogar, sich mit einer mächtigen Hexen-Vereinigung anzulegen…

Als ich mit dem Roman begann wusste ich nicht so genau, was ich erwarten sollte. Eine Märchenadaption? Eine Prinzessin auf der Suche nach ihrem Traumprinzen?
Was ich fand war etwas ganz anderes. Eine verzweifelte Frau, wie man sie in der heutigen Zeit öfters mal finden kann, am Boden zerstört, weil ihr Märchenprinz eine andere liebt.
Vielleicht ist es genau das, was uns Olivia lieben lernt.

Was mich auch sehr beeindruckt hat war die Art und Weise, wie Frau Toman mit ihrer eigenen Liebe zu London den Roman genau mit dieser Stadt wundervoll untermauert hat. Auch ich habe ein Faible für London und fand es schön mir Olivia in der ein oder anderen Situation an dem mir wohlbekannten Platz vorzustellen.

Ebenfalls fand ich den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr schön in den Roman integriert. Man erfährt immer an der richtigen Stelle, was in der Vergangenheit hierzu passierte. Auch die Übergänge zwischen den Kapiteln sind genial umgesetzt, denn so wie das vorherige Kapitel endet, so startet das Neue an eben dieser Stelle, owbohl es ja eigentlich in einer anderen Zeit spielt. Eine wunderbare Verknüpfung wurde hier geschaffen.
Wir zum Beispiel gegen Ende eines Kapitels geschildert, dass Olivia einen Entschluss fasst, z.B. den Entschluss zu springen, dann startet das neue Kapitel schlicht mit den Worten „Ich falle.“, obwohl dies keineswegs mit dem Entschluss davor zusammenhängt. Dies stellt jedoch einen sehr schönen Lesefluss her.

Mit Humor las ich auch über die Hexen-Vereinigung, die ich einfach nur witzig fand. Sie begleiten, verfolgen und versuchen die ganze Zeit Olivia Steine in den Weg zu legen, als sie versucht ihren Frosch zu retten und zurück zu verwandeln.
Auch fand ich William Shakespeare mit seinem „Shakespeare-Pakt“ sehr schön in Olivias Leben integriert. Ob Frau Toman in dieser Richtung vielleicht selbst Erfahrungen gesammelt hat?

Wer einen leicht zu lesenden Roman sucht, der einige Lacher parat hat und in eine moderne Version des Froschkönigs entführt, der sollte sich Hexendreimaldrei nicht entgehen lassen!

Hexendreimaldrei
Claudia Toman
Diana Verlag – 2009
400 Seiten, broschiert
[8,95€]

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