Rezension: Im Zauber der Sirenen

Das erste mal von diesem Buch hatte gehört, als es auf vorablesen als Leserobe zur Verfügung stand. Ich fand die Leseprobe ganz… ok und habe mich auf das Buch beworben.

Tricia Rayburn hat bereits mehrere Kinder- und Jugendbücher (nicht auf Deutsch erhältlich) veröffentlicht. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Verlobten auf Long Island.

Die Aufmachung ist recht schlicht. Es handelt sich um ein „normales“ Taschenbuch, welches dazu noch sehr flexibel ist, sprich: keinen sehr dicken Einband hat. Dennoch wurde die Schrift und das „Geschnörkel“ auf dem Cover sehr schön mit einem im Licht glänzenden Aufdruck aufgewertet.
Das Cover an sich mag ich eigentlich sehr. Aber man denkt schnell, man habe einen „Coverabklatsch“ der Biss-Romane vor sich, auf die die Kunden zur Zeit sehr gerne greifen. Und irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass die Augen noch mit drauf sind, da da ein Detail ist, dass im Roman auch ab und zu erwähnt wurde.

Wie jedem Sommer fährt Vanessas Familie an die Küste von Maine in ihr Ferienhaus. Als ihre Schwester todlich verunglückt, muss sie feststellen, dass ihre Schwester eigentlich eine Fremde für sie war und sie sie lange nicht so gut kannte wie gedacht. Vanessa beschließt ihrem Tod auf den Grund zu gehen und weiß nicht, auf welches fürchterliche Geheimnis sie dabei stößt: in Winter Habour scheinen Sirenen die Mäner zu betören…

Schon nach dem ersten Kapitel hatte ich das Gefühl, der Roman plätschere nur so vor sich hin. Außerdem hatte ich oft das Gefühl, dass ich als Leser nicht „abgeholt“ werden würde, was das Thema angeht.
Viele Geheimnisse und Geschehnisse wirkten für mich wie künstlich erzeugte Beschaffenheiten, die der Leser hoffentlich nicht hinterfrägt…

Nach dem Tod ihrer Schwester kehrt Vanessa nach Winter Harbour zurück. Ich dachte, dass ich hier eine Art „Krimi“ vorliegen hätte, die Suche nach einem Schuldigen. Was ich fand ware ein leichtes drängen in Richtung einer Thematik, die die Autorin anscheinend unbeding einarbeiten wollte: Sirenen. Doch dieses Thema findet erst ab Seite 160 überhaupt den Weg zum Leser.
Auch eine Liebesgeschichte, wie sie mir mit dem Klappentext versprochen wird, habe ich irgendwie nicht so ganz vorfinden können. Wenn sie und ihre „große Liebe“ ein paar Mehr Szenen gehabt hätte, wo dies auch zum Ausdruck kommt, hätte dem Roman sicherlich nicht geschadet.

Genauso wenig verstand ich, wieso die Sirenen die Männer verzaubern, wieso sie dafür über Leichen gehen oder auch, warum das, was im „Showdown“ passiert eine Rettung für Winter Harbour sein sollte.
Ebenso verstehe ich diese Sache mit „Big Papa“ und Vanessas Herkunft ganz und gar nicht. Es wirkte, wie oben schon gesagt, künstlich, als ob die Autorin hier die Lösung für ein Problem suchte, über das sie aber unbedingt schreiben wollte.
Leider konnte mich dann aber auch nicht der Schreibstil der Autorin mitreißen, denn Spannung kam leider sehr wenig auf.

Die Frage hier wäre, ob vielleicht noch einige Erklärungen zu dem Ganzen im zweiten Teil der Reihe geben wird, welcher im August 2011 im Ullstein Verlag erscheinen wird.
Dennoch ist der Roman sicherlich für Fans von Geschichten um Sirenen zu emfehlen. Jedoch nicht unbedingt all denen, die es werden wollen…

Im Zauber der Sirenen
Tricia Rayburn
Ullstein – Oktober 2010
368 Seiten, broschiert
[8,95€]

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6 responses to “Rezension: Im Zauber der Sirenen

  • Tanja

    Ich fand, dass das Buch alles hat was mich anspricht: Spannung, Mystic, THRILL ein Hauch Liebe. Von allem etwas. Der Zauber der Sirenen scheint legendär zu sein und ich fand es äusserst erfrischend einen Roman zu lesen, in denen es nicht ausschließlich um Liebe und Vampire geht. „Im Zauber der Sirenen“ sollte man in aller Stille genießen. Mein Geschmack wurde jedenfalls getroffen. Schade, dass dir der erste Band nicht zugesagt hat. Viele liebe Grüße, Tanja

    • Lariel

      Ich finde es schade, dass das Buch nicht die selben empfindungen bei mir auslösen konnte. Die Spannung schien genauso schnellzu verfliegen, wie sie aufgebaut wurde, die Mystic wurde mir definitiv zu wenig erklärt, das ganze Sirenenthema fand ich sehr schwammig.
      Und damit lag der Roman halt leider nicht in dem Bereich, den ich normalerweise gerne lese oder meinen Freunden weiteremfehlen würde..

      Aber das ich es schlecht fand, hat ja auch nichts zu sagen. Ich lese ja auch oft Bücher, die andere blöd fanden und bin begeistert. ;) Wär ja auch blöd, wenns nicht so ist.

      Liebe Grüße, Sandra

  • Pia

    Wieso Biss-Cover Abklatsch? Die Cover ähneln sich doch kaum?

    • Lariel

      Ich finde, dass seit den Biss Romanen recht viele Cover rauskommen, wo halbe Köpfe etc drauf sind…
      Auch hier hätten Thematisch allein schon andere Motive viel besser gepasst, aber man zeigt ein halbes Gesicht. Wobei es bei den Biss Romanen noch Sinn machte, wenn man nur den Hals oder so abgebildet hat.
      Mich hat das Cover auf alle Fälle an diese Romane erinnert (und von den Covern bin ich auch nicht gerade der größte Fan… :/)

  • Miss Bookiverse

    Ich war auch sehr enttäuscht. Es ist genau wie du sagst, das Buch plätschert total vor sich hin und vieles wirkt an den Haaren herbei gezogen. Am Ende bleiben viel zu viele Fragen offen, die ich lieber beantwortet hätte als einen 2. Teil lesen zu müssen.

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