Rezension: Evermore: Die Unsterblichen

Heute gibt es endlich mal meine Rezension zu Evermore. Einige haben wahrscheinlich bei Twitter meine innig Freundschaft zu dem Buch mitbekommen.

Alyson Noël (geboren am 3. Dezember) ist eine US-amerikanische Autorin, die in Kalifornien lebt und arbeitet. Sie wuchs in Orange County auf und ging für zwei Jahre auf die Richard Nixon Elementary School. Sie lebte in Mykonos, Griechenland nachdem sie die High School verlassen hat. Danach zog sie nach Manhattan wo sie als Stewardess für eine große Airline arbeitete. Heute lebt sie in Laguna Beach. Sie hatte eine Vielzahl Jobs, zum Beispiel Babysitter, Warenhausverkäuferin, Verwaltungsassistentin, Büromanagerin, Juwelier, T-Shirt Bedruckerin, Rezeptionistin in einem Hotel, Stewardess und ist heute eine Autorin.

Page und Turner hat Evermore ein sehr schlichtes Antlitz verliehen: Der Klappenbroschur ist schwarz, die Vögel im oberen Bereich wirken sehr toll auf dem Cover. Einziger Farbakzent ist die Tulpe, eine Blume, deren Bedeutung sehr wichtig für den Roman ist. Klappt man das Klappenbroschur auf, so sind dort weitere Vögel, was ein echter Blickfang ist.

Ever ist sechzehn Jahre alt, als sie ihre gesamte Familie bei einem Autounfall verliert – sie überlebt als Einzige. Seither ist sie in sich gekehrt und kapselt ihre verletzte Seele von der Außenwelt ab. Alles ändert sich jedoch, als sie Damen zum ersten Mal in die Augen blickt. Denn Damen sieht nicht nur verdammt gut aus, er hat etwas, was Ever zutiefst berührt. Aber irgendetwas an ihm irritiert sie. Seitdem sie dem Tod so nahe war, besitzt sie nämlich die einzigartige Fähigkeit, die Gedanken der Menschen um sie herum hören und ihre Aura sehen zu können. Doch nicht so bei Damen: Er scheint diese Gabe auf mysteriöse Weise außer Kraft zu setzen. Sie sieht und hört nichts – für sie ein untrügliches Zeichen, dass Damen eigentlich tot sein müsste. Er wirkt aber alles andere alles leblos, und am liebsten würde Ever sich nie mehr von seinem warmen Blick lösen. Wenn sie sich nur nicht ständig fragen müsste, wer er eigentlich ist und was er ausgerechnet von ihr will …

Ich fand leider schon auf den ersten Seiten, dass Ever irgendwie alles, was die Autorin mal in eine Geschichte packen wollte, verinnerlicht: Sie hat eine Gabe, tickt wegen dieser aus und wird zur Außenseiterin. Ich glaube auch immer noch, dass Ever einfach alles kann. Und ich wette, wenn die Autorin nicht mehr weiter weiß, greift sie genau darauf zurück.
Außerdem erfüllt die Geschichte das typische Klischee: Mädchen, das eine Außenseiterin ist, dafür zwar nicht viele, aber gute Freunde hat. Dann kommt ein neuer an die Schule, klar hat er ein Geheimnis und natürlich wird das Mädchen von dem Jungen angezogen… und dann gibt es da natürlich noch das Böse, das zu vernichten ist.

Dennoch hat die Geschichte etwas, das mich das Buch eben nicht gegen die Wand klatschen ließ. Der Schreibstil war es sicherlich nicht. Auch die Geschichte an sich plätschert sehr dahin und immer, wenn die Autorin einen Spannungsbogen aufbaut, baut sie diesen sehr schnell wieder ab…

Außerdem mochte ich die Charaktere ehrlich gesagt auch nur begrenzt.
Ever war mir zu talentiert, zu vielseitig. Riley war mir etwas nervig stellenweise. Und Damen? Oh Gott, lasst uns nicht von dem anfangen. Ich find es sehr, sehr schlecht beschrieben, wie er mit Ever und den anderen Mädchen „spielt“. Und vor allem die zig tausend roten Tulpen, die Ever nach den ersten 20 Seiten von Damen bekommen hat… die dürften gar nicht mehr in das Haus passen!
Andererseits gibt es aber auch schöne Charaktere, wie zum Beispiel den besten Freund von Ever. Er ist ein Außenseiter durch seine Neigung zu anderen Kerlen, aber hat eine solide Einstellung, die ich sehr geschätzt habe.

Etwas blöd fand ich auch, dass ich einige Stellen gelesen habe und nur noch stöhnen konnte. Entweder hatte ich genau diese Wendung erwartet, oder aber ich war einfach sehr enttäuscht durch die Wendung an sich…
Und was es mit den Unsterblichen auf sich hat? Ähm, ja, eigentlich bin ich nicht wirklich viel schlauer als vorher.
Aber das beste war der „Bösewicht“ des Buches. Ich glaube der ist zwischen zwei Zeilen einfach verendet…. etwas enttäuschend, wie ich finde!

Ehrlich? Ich weiß nicht, was ich an dem Buch so gut fand, dass ich es durchgehalten habe. Weiterempfehlen würde ich es jetzt nicht unbedingt. Wenn euch das Buch jedoch interessiert, solltet ihr euch eure eigene Meinung bilden! Schließlich gibt es sehr viele, die von dem Buch und der Reihe sehr begeistert sind. Ich hingegen weiß noch nicht, ob ich eines Tages mal nach Teil 2 greifen werde…

Evermore
Die Unsterblichen
Alyson Noël
Page & Turner – November 2009
384 Seiten, broschiert
[16,95€]

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4 responses to “Rezension: Evermore: Die Unsterblichen

  • Miss Bookiverse

    Ich kann die Begeisterung um das Buch auch nicht nachvollziehen. Ich hab den ersten Teil zwar komplett gehört und fand ihn auch unterhaltsam, aber das ist jetzt bestimmt 2 Jahre her und seitdem konnte mich nichts dazu bewegen Teil 2 zu lesen oder zu hören. Ich glaube das wird sich auch nicht mehr ändern.
    Damen fand ich am grauenhaftesten und ich kann Die Faszination um ihn absolut nicht nachvollziehen.

    • Lariel

      Ja, leider ist aber unterhaltsam, wie ich finde, nicht genug. Wenn ich alle 30 Seiten nur noch entnervt aufstöhnen muss, kann ein Buch leider nicht gut, sondern nur Durchschnitt sein.
      Gerade wenn man viel liest, möchte man von seiner Lektüre ein gewissen Niveau erwarten können.
      Und Damen fand ich echt sehr schlimm… der Charakter war für mich leider überhaupt nicht nachvollziehbar.

      Aber die Bewertungen bei Amazon zeigen ein ähnliches Bild. Ich frage mioch, woher der Erfolg der Reihe kam, obwohl sie nur zum „Durchschnitt“ gehört. :(

      • Miss Bookiverse

        Ich vermute nach Twilight haben viele einfach einen neuen Edward samt weiblichem Dummchen gesucht. Es haben inzwischen soo viele paranormale Liebesgschichten Erfolg, die vom Niveau eigentlich nur durchschnittlich sind.

  • Lisa

    Mir hat Evermore auch absolut nicht zugesagt, jeden Punkt deiner Rezension konnte ich nachvollziehen. Bis auf die drei Punkte, denn bei mir gabs nur einen xD
    Ich bin aber trotzdem immer noch irgendwie offen für den zweiten Teil, einfach weil ich mehr wissen will. Die paar Infos die man bekommt, sind ja gar nichts gewesen!

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