Rezension: Die Auswahl

Durch Amazon, aber auch durch einen Flyer bin ich auf das Buch von Ally Condie aufmerksam geworden, dass am heutigen Tag im Fischer Verlag erscheint.
Mit großem Dank an den Verlag an dieser Stelle, muss ich gestehen, dass ich das Buch bereits letztes Jahr lesen konnte. Heute, punktlich zur Veröffentlichung, will ich euch auch an meiner Meinung dazu teilhaben lassen.

Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Salt Lake City, USA. Nach ihrem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Von der äußerlichen Gestaltung war ich wirklich… sprachlos! Zuerst einmal hatte ich ja ein „Leseexemplar“ vor mir, welches oft nicht der wahren Gestaltung entspricht. Doch hier scheint es wirklich die Finale Version zu sein.
Ein Schutzumschlag mit dem tollen Bild, wie ein Mädchen – Cassia – in einer Glaskugel sitzt und nicht hinaus kann. Es ist so treffend zu dem passenden Zitat aus dem Buch:

Ich bin zu zerbrechlich. Ich bin in Glas gefangen, würde es aber am liebsten zerbrechen und tief durchatmen. Doch ich habe zu große Angst davor, dass es weh tun könnte.

Entfernt man den Schutzumschlag, findet man ein Glanzhardcover, dass das Bild nochmal trägt. Und innen drin sind in jedem Kapitel kleine Bildchen, die die Kapitel beginnen und auch die Abschnitte unterteilen.
Hier hat der Verlag sich wirklich viel Mühe gegeben, was das Herz eines Hardcover-Fans wie mir höher schlägen lässt.

Es ist der wichtigste Tag im Leben der 17-jährigen Cassia, denn es ist nicht nur ihr Geburtstag, sondern auch ihr Paarungsbankett findet an diesem Tag statt. Heute soll sie erfahren, wer ihr Partner sein wird und wen sie mit 21 Jahren heiraten wird. Es könnte jeder Junge aus Bria sein, doch zur großen Überraschung von allen tritt der seltene Fall ein, dass sie ihren Partner von Kindesbeinen an kennt: Xander.
Beim Bankett erhielt sie einen Mikrochip, auf dem alle persönlichen Daten von Xander gespeichert sind. Als sie diesen jedoch ansehen möchte, passiert etwas schier unmögliches: Xanders Gesicht verschwindet und sie sieht einen anderen Jungen – Ky. Auch ihn kennt sie von klein auf, seit er in ihre Siedlung gezogen ist.
Verunsichert und schockiert wird sie jedoch von der Gesellschaft beruhigt, es sei ein einmaliger Fehler gewesen. Doch Ky geht ihr nicht mehr aus dem Kopf und immer öfter stellt sie sich die Frage, ob die Gesellschaft ihr wirklich vorschreiben kann, wen sie zu lieben hat…

Auf den ersten Blick dachte ich, hier wurde 1984 von George Orwell aufgegriffen. Damit wollte ich nicht beurteilen, dass eine „weitere Version“ dieses Romans vorliegt, sondern dass das Thema nochmals aufgegriffen wurde und in eine modernere Art und Weise verpackt wurde.

Die Liebesgeschichte, besser gesagt dieses Liebesdreieck, zwischen Cassia, Ky und Xander rundet die Geschichte ab. Die rebellische Liebe zwischen Cassia und Ky wird in wundervollen Worten erzählt.

Das Konstrukt der „Gesellschaft“ wirkt keineswegs aufgesetzt oder unrealistisch. Eher kann man es als wohl durchdacht beschreiben:
Die Gesellschaft bestimmt das Leben. Sie macht die Gesetze. Und sie dominiert die Menschen. Das wird vor allem am Beispiel der Berufe klar: Jeder kennt immer nur seinen Job, keiner kennt den Gesamtprozess. Niemand weiß also vollends, wie er essen herstellen müsste, da er, wenn er überhaupt in dieser Branche arbeitet, nur einen Teil dieses Prozesses kennt.
Außerdem schafft die Gesellschaft strikte Gleichberechtigung. Alle tragen die selben Kleider, alle essen das selbe. Niemand hat etwas besonderes, das ihn ausmachen könnte.

Den Roman zu lesen bringt einen zum lachen, zum weinen und man ist schockiert und wütend. Wahrscheinlich war es genau das, was mich dazu brachte eine Seite nach der nächsten zu verschlingen.
Das Ende ist sehr gut gewählt und verfasst. Es hinterlässt den Leser in Seelenfrieden, jedoch nicht, ohne den nächsten Band sehnlichst zu erwarten. Dieser wird im November 2011 auf Englisch erscheinen und ich hoffe, dass er dann auch bald in Deutsch den Weg zu uns findet.

Cassia und Ky 01
Die Auswahl
Ally Condie
Fischer – Januar 2011
464 Seiten, gebunden
[16,95€]

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2 responses to “Rezension: Die Auswahl

  • Sandy

    Tolle Rezension! Das Buch ist wirklich von außen schon ein Blickfang. Und ich freue mich schon, es in den nächsten Tagen in den Händen zu halten. :D

  • Sorcha

    Ohhh ja dieses Buch ist so wundervoll!! Danke für diesen Tipp. Ich konnte es tatsächlich nicht aus der Hand legen und und war nach 12 Stunden schon fertig *g*

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