Rezension: Flammenkuss

In Rahmen meiner persönlichen ArenaThriller Challenge habe ich es ja geschafft den „Flammenkuss“ aufzutreiben, der vom Arena Verlag nicht mehr verlegt wird.
Da ich ihn schon bald weiterreichen wollte, habe ich ihn dann natürlich auch direkt mal gelesen..

Susanne Koster wurde 1957 in Scheveningen geboren. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie in der Nähe von Amsterdam, wo sie für die Universität arbeitet. Koster hat seit 1993 mehrere Jugendbücher verfasst und schreibt unter anderem auch für das Fernsehen.

Auch dieser Arena Thriller reiht sich wunderbar in die Reihe ein. Er ist gelb-orange gestaltet, mit Ornamenten im Hintergrund. Das Bild des brennenden Papiers scheint zuerst nicht zum Roman zu passen, nach dem Lesen kann ich aber sagen: ein besseres Motiv hätte man hier kaum wählen können!

Erst weiß Marika nicht, woher der geheimnisvolle Fremde plötzlich gekommen ist. Doch dann ist Martin auf einmal überall dort, wo sie ist. Er holt die 16-jährige von der Schule ab, steht morgens vor ihrem aus, als ober dort die ganze Nacht gewartet hätte. Marika ist fasziniert von dem Jungen, der sich immer schwarz kleidet, und verliebt sich in ihn. Bis sie eines Tages in das Turmzimmer seines Hauses geht, das zu betreten ihr streng verboten isr. Und dort stößt sie auf ein schreckliches Geheimnis…

Schaut man bei Amazon, so hat der Thriller mittlerweile eine durchchnittliche Bewertung, früher jedoch war ich von den vielen Ein-Stern-Bewertungen abgeschreckt.
Hier liegt sicher nicht der beste Thriller aus der Reihe vor, aber den Durchschnitt hält er alle Mal. Vielleicht konnten sich einige hier nicht drauf einlassen. Und vielleicht ist das der Grund, wieso der Roman aus den Regalen der Buchhandlungen gänzlich verschwunden ist…
Ich glaube, dieser ist auch der Einzige oder zumindest einer der Wenigen ArenaThriller, die nicht von einer deutschen Autorin verfasst wurde.

Der Anfang reißt auch leider nicht mit. Marika steht auf der Brücke, als plötzlich Martin auftaucht. Ab dann ist er immer wieder und immer öfters da und benimmt sich sehr seltsam. Und der Leser frägt sich unweigerlich, wo das hinführen soll. Er legt seine Handschuhe nicht ab. Er spricht nicht über sich. Und er redet immer von der Reinheit, die der Mensch haben soll.
Der eigentlich Start ist dann erst in der Mitte des Buches, wo Marika die Familie von Martin kennenlernt. Ich mochte die Oma total und sie war der Held für mich in diesem Buch! Ich hätte vor lachen schreien können am Ende! ;)

Die letzten Kapitel weisen auch sehr deutlich die Psyche von Martin aus und zeigen, wie ich finde, sehr schön die Empfindungen von solch „kranken“ Menschen auf, sodass man denkt, die Beweggründe zu verstehen – und doch nicht akzeptieren zu können.

Sicherlich ist dieser ArenaThriller kein Überflieger, aber eine nette Unterhaltung, wenn man das Glück hat, noch eine Ausgabe davon zu einem bezahlbaren Preis zu erhalten!

Flammenkuss
Susanne Koster
Arena – Februar 2008
235 Seiten, broschiert
– wird nicht mehr verlegt –

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