Rezension: In der Falle

Für zwischendurch… Für in der Bahn… ich wollte einfach ein leichtes Buch, gut zu transportieren, das man schnell mal unterbrechen kann. Deshalb habe ich „In der Falle“ aus meinem Regal gezogen, welches ich letztes Jahr zu Weihnachten oder Geburtstag (weiß nicht mehr so genug :)) bekommen habe.

Viele Jahr hat Angela Gerrits Hörbücher für’s Radio geschrieben, bevor ihr erstes Buch veröffentlicht wurde. Heute lebt die Autorin in Hamburg, wo sie weitere Bücher für Jugendliche schreibt.

Das Buch ist kompakt im A5 Format verlegt worden. Es ist komplett weiß mit auffalend roter Schrift und einem zum Roman passenden Bild versehen. Die Reihe der „Medium Thriller“ sieht immer gleich aus und sind perfekt für die Handtasche und für unterwegs.

Das Leben der 16-jährigen Maya gerät aus den Fugen, als ihr Vater erpresst wird. Er schickt sie zusammen mit seiner Freundin Carolin ins Ferienhaus nach Spanien, damit sie in Sicherheit sind. Doch zu Mayas Entsetzen ist das Ferienhaus alles andere als sicher. Als sie mit Carolin vom Strand zurückkommt, liegen Zigarettenstummel im Spülbecken, obwohl die beiden nicht rauchen. Außerdem hat jemand ihre Kleider vertauscht. Panisch verriegeln Maya und Carolin sämtliche Türen. Das Ferienhaus wird zur Falle. Schwelende Feindseligkeiten zwischen den beiden jungen Frauen brechen aus – mit fatalen Folgen …

Ich denke, man sollte hier wieder nicht zu viel erwarten. Wie schon die Arena Mini Thriller hat der Thienemann mit den „Medium Thrillern“ eben keinen vollwertigen Thriller produziert.
Dennoch habe ich zu diesem Thriller viele begeisterte Stimmen gelesen, die von „Spannung pur“ und „gefesselt“ sein sprachen. Beides traf leider auch nur halbherzig auf mich zu.

Der Thriller beginnt ziemlich konfus, finde ich, denn man denkt, man platzt mitten in die Handlung, bis man merkt, dass man sich am Ende befindet. Personen werden nicht erklärt, man muss die Beschreibungen während des Lesens heraussammeln, sonst hätte man die „Kürze“ wohl auch nicht einhalten können.

Die Geschichte an sich ist locker, leicht erzählt und ich konnte genau das, was ich wollte: unterbrechen, wann ich wollte. Da kam es mir eigentlich auch entgegen, dass ich das Buch nicht zu fesselnd fand.
Durch die große Schrift lässt es sich recht flott lesen, sodass ich selbst bei kurzen Zugfahrten immer ein paar Seiten schmökern konnte.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Dies empfand ich weder als verwirrend, noch als unverständlich. Die Charaktere waren vielseitig, wobei ich Carolin doch gerne mal den Hals umgedreht hätte…. ;)

Für unterwegs ist dies ein schöner „Taschenthriller“, für Thrillerfans jedoch auch nur eingeschränkt zu empfehlen – Fans wird hier einfach die Spannung fehlen.

In der Falle
Angela Gerrits
Thienemann – Juli 2010
240 Seiten, broschiert
[5,95€]

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: