Rezension: Zwischen den Toren

Ich war ganz überrascht, als ich eines Tages in mein Postfach geschaut habe und dort eine E-Mail von  der Autorin Angelika Diem hatte. Sie war es auch, die mich auf ihre Kurzgeschichte „Zwischen den Toren“ aufmerksam gemacht hat. Da ich ein Anhänger von fantastischen Romanen und Kurzgeschichten bin, musste ich natürlich auch diese lesen, denn ich fand die Inhaltsangabe klang echt super.

Die Gestaltung des Heftchens ist sehr schlicht. Würde man einen Stapel DinA4 Blätter in der Mitte falten und Tackern, hat man genau das selbe Ergebnis. Was ich aber total klasse fand ist das Coverbild. Auch dieses ist zwar sehr schlicht, aber  es hat einen sehr schönen Bezug zur Geschichte und passt wunderbar zum Titel der Kurzgeschichte. Schade ist nur, dass das Heftchen, da es eben keinen „Rücken“ hat im Regal quasi untertaucht. Für den Preis von 4,95€ ist die Gestaltung jedoch angemessen, wie ich finde.

Alana hat eine besondere Gabe: sie kann die Seelen Sterbender zum Todestor begleiten oder sie von dort zurückrufen. Deshalb wird sie von ihren Eltern zu den Töchtern der Tore gesandt, um dort zu lernen mit ihrer Gabe umzugehen.
Während eines Krieges ist es dann an ihr, die Rückkehr des Verlorenen in die Welt der Lebenden zu verhindern. Als sie dann jedoch den ersten Kriegslord Jarell zurückholt, während sie ihren Vater zu seinem Todestor wandern sehen muss, macht sie der Zorn und die Verbitterung unvorsichtig und angreifbar. Die List des Verlorenen scheint aufzugehen…

Zunächst einmal: es handelt sich hier zwar um eine Kurzgeschichte, aber ich habe ehrlich gesagt beim Lesen gehofft, sie wäre länger. Die Geschichte an sich bietet noch so viele Möglichkeiten, dass die Ausführung in einer Kurzgeschichte fast zu kurz scheint.
Der Ansatz ist sehr schön, dass es eine Welt zwischen Leben und Tod gibt, durch die der Tote wandern muss, bis er sein Totentor duchschreitet. Auch einige Elemente rund um die Töchter der Tore fand ich sehr schön. Die Göttin, die mit Alana gesprochen hat, hat mich zwar ein wenig an „Die Nebel von Avalon“ erinnert, aber ich denke ein solches Element taucht eben auch in sehr vielen Geschichten mittlerweile auf.

Sprachlich fand ich die Kurzgeschichte sehr gut und vor allem schön verständlich, was einen sauberen Lesefluss hergestellt hat.
Was mich jedoch immer wieder aus dem Fluss herausgeworfen hat, waren Rechtschreibfehler, sowie Grammatikfehler, die sich leider durch die Geschichte ziehen.

Alles in allem ist „Zwischen den Toren“ aber eine sehr schöne Kurzgeschichte, von der ich gerne mehr gelesen hätte. Ich werde auf alle Fälle die Augen offen halten und nochmals eine Kurzgeschichte von Angelika Diem lesen, wenn sie mir über den Weg läuft. Und wer weiß, vielleicht haben wir irgendwann auch die Möglichkeit einen ganzen Roman der Autorin lesen zu dürfen – kaufen würde ich ihn mir auf alle Fälle!

Zwischen den Toren
(Weltenwanderer XIV)
Angelika Diem als Susanne Nort
Arcanum Fantasy Verlag – Oktober 2010
60 Seiten, geheftet
[4,95€]
Informationen, wo ihr die Kurzgeschichte bestellen könnt, findet ihr hier.

Vielen Dank auch an Angelika Diem, die mir diese Kurzgeschichte freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat!

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