Rezension: Silberlicht

Für  manche Bücher braucht es die richtige Lesestimmung. Daran glaubt ihr nicht?
Ich habe daran auch nicht geglaubt, bevor ich mit Silberlicht angefangen habe…

Laura Whitcomb wichs in Pasadena, Kalifornien, auf. Bevor sie mit dem Schreiben anfing, unterrichtete sie Englisch. Sie gewann für ihren ersten Roman, Silberlicht, gleich fünf Literaturpreise. Heute lebt sie in Portland, Oregon.

PAN spendierte Silberlicht eine einzigartige Aufmachung. Das gestärkte Klappenbroschur ist perforiert und spiegelt das Licht unglaublich schön. Das Cover hat mich vom ersten Moment verzaubert und auch die innere Gestaltung ist schön für’s Auge und den Lesefluss.

Helen ist tot. Als Lichte begleitet sie auf der Erde ihre Bewahrer bis hin zu dessen Tod. Ihr selbst es es jedoch nicht vergönnt, ohne Erinnerung an ihr früheres Leben ins Himmelreich aufzusteigen. Während sie Mr. Brown als Bewahrer folgt, einem Englischlehrer, lernt sie eines Tages James kennen. Auch James ist Licht, steckt jedoch im Körper eines siebzehnjährigen Mädchens. Nun gilt es, einen Körper für Helen zu finden, damit die Liebe der beiden eine Chance erhalten kann…

Als ich Ende letzten Jahres bei meinen Eltern war, zog ich das Buch aus meinem alten Regal und begann es zu lesen. Schnell war klar, dass ich mit dem Buch so gar nichts anfangen konnte und es verschwand schließlich nach 70 gelesenen Seiten in der Schublade.
So kam es, dass ich das Buch eines schönen Abends wieder aus dieser Schublade zog und ihm eine zweite Chance gab. Seltsamerweise war ich auf einmal von dem Buch verzaubert und las es an einem Wochenende durch, während ich die ersten Sonnenstrahlen auf dem Balkon genossen habe.
Hier war es wirklich so, dass ich das Buch erst zur „falschen“ Zeit zu lesen begonnen habe. Ich konnte mich auf diese Geschichte nicht einlassen und fragte mich, wie solch ein Buch so viele Literaturpreise gewinnen konnte. Doch beim zweiten Anlauf verstand ich es. Denn Laura Whitcomb erzählt hier, wie gleich drei vier Welten aufeinanderprallen: die „Zwischenwelt“ auf die wirkliche, und die Welt eines drogenabhängigen Jungen auf die eines Mädchens, das in einer sehr christlichen Familie aufgewachsen ist.

Es macht Spaß von den beiden Welten zu lesen und von der Problemen, die in diesen Welten auftauchen. Hier hat sich Laura Whitcomb wirklich einzigartige soziale Umfelde gesucht, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Auch fand ich es super interessant, wie sie davon erzählt, dass es böse Geister gibt und leere Körper, die auf Erden wandeln. Und wenn die Körper leer sind, der ursprüngliche Geist ihn also verlassen hat, ziehen oft böse Geister ein. Doch James ist anders und besetzt den Körper von Billy, bis dieser zurückkehren kann. Der Weg dahin ist steinig und sehr schicksalslastig, sodass ich am Ende doch ein paar Tränen in den Augen hatte, als Helen und James einen Weg suchen, wie Billy zurückkehren kann.

Die Geschichte, die James und Helen als Menschen mit sich bringen, an die sich sich erst nicht erinnern und weswegen sie nicht ins Himmelreich können, sind genauso banal wie mitreißend.

Dennoch empfehle ich das Buch eingeschränkt. Es wird nicht für jedermanns Geschmack sein, sodass man vielleicht erst in die Leseprobe hineinschnuppern sollte, bevor man sich das Buch kauft.
Silberlicht hat zwar zwei Anläufe gebraucht, um mich zu begeistern, doch nun sehe ich voller Vorfreude dem neuen Buch von Laura Whitcomb entgegen.

Silberlicht
Laura Whitcomb
PAN – März 2010
320 Seiten, Klappenbroschur
[14,99€]

Vielen Dank an  für die Bereitstellung des Leseexemlars!

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