Rezension: Die Poison Diaries – Liebe ist unheilbar

Über den Plot der Poison Diaries begann ich das erste mal zu grübeln, als ich das Buch im Programm des Fischer Verlages sah. Ich wusste nicht so recht, ob mir das Buch gefallen würde, am Ende stand jedoch für mich fest, dass es in meinem Regal stehen sollte.
Seit diesem Tag hatte ich die wildesten Gedanken, um was es bei diesem doch recht weitläufigen Plot, aus dem man regelrecht alles machen könnte, wohl gehen würde. Und dann, eines Tages, trudelte schon mal ganz unverhofft das Buch bei mir ein, damit ich euch heute, pünktlich zum Verkaufsstart meine Meinung dazu kundtun kann.

Mayrose Wood wuchs auf Long Island auf. Viele Jahre arbeitete sie am Theater, bevor sie ihren ersten Roman schrieb. „Die Poison Diaries“ ist der erste ihrer Romane, der auf Deutsch erscheint. Sie lebt mit ihren Kindern und Haustieren in New York.

Jane Northumberland ist die Ehefrau des zwölften Herzogs von Northumberland. Sie lebt mit ihrem Mann auf Alnwick Castle, welches auch als das „Windsor des Nordens“ bekannt ist. Sie hat auf dem Gelände des Schlosses wunderschöne, öffentliche Gärten angelegt, unter anderem auch einen berühmten Gift- und Apothekergarten, den über 800.000 Touristen jährlich besuchen.

Das Buch ist in einen dunkelgrün gehaltenen Schutzumschlag geschlagen, welcher von goldenen Ornamenten und dem Buchtitel verziert wird.  Das Cover an sich empfinde ich nur bedingt als Blickfang, sagt es doch nichts über das Buch aus.
Darunter verbirgt sich ein schwarzes, gebundenes Buch, auf welches ebenfalls goldene Schrift geprägt wurde. Im Inneren findet der Leser eine liebevolle Gestaltung bei jedem Kapitelstart.

Es ist um 1800. Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer verlassenen Kapelle. Ihr Vater ist Botaniker und seine Leidenschaft gilt den Gift- und Heilpflanzen. Er besitzt einen Giftgarten, welchen Jessamine niemals betreten darf. Dort wachsen all die gefährlichen Pflanzen, die heilen – aber auch töten – können.
Eines Tages wird der Junge Weed zu ihnen gebracht. Weed ist rätselhaft und besitzt Augen von der Farbe her wie Absinth, denen Jessamine direkt verfällt. Doch kaum haben die beiden zueinandergefunden, wird Jessamine sterbenskrank. Und nur Weed kann Sie retten…

Als ich den Buchrücken las, wusste ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Wäre ich als Käufer auf den Buchrücken angewiesen und könnte nur diesen lesen .. – Ich würde das Buch im Regal stehenlassen.
Doch einmal davon abgesehen besaß ich das Buch bereits, sodass ich gleich mit dem eigentlich wichtigen anfangen konnte: dem Lesen. Und zwar ohne mir weitere Gedanken um den Buchrücken machen zu müssen.

Am Anfang empfand ich es als sehr schwer, um in den Schreibstil hinein zu finden. Es dauerte schließlich 50 Seiten, bis ich mich an den Stil der Autorin gewöhnen konnte. Die meisten Kapitel beginnen mit den Tagebucheinträgen von Jessamine. Teilweise standen diese jedoch leider nur bedingt mit dem Rest des Kapitels in Zusammenhang, sodass ich einiges Einträge als überflüssig empfand.
Trotz allem war das Buch sehr schnell zu lesen, ich hatte es fast komplett an einem Abend gelesen.

Der Plot an sich wirkt erst ziemlich verwirrend, beginnt der Roman doch bei Jessamine, die alleine zuhause ist, auf ihren Vater wartet und die Belladonna Samen für ihn wässert. Erst als der Vater zurückkehrt, scheint man eine Art Einleitung hinter sich zu lassen und nach und nach erfüllt sich die Geschichte mit Leben.

So kommt eines Tages der Besitzer einer Irrenanstalt vorbei und behauptet, ein Junge, den er aufgenommen habe, hätte ein ganzes Dorf vergiftet. Er „schenkt“ den Jungen Jessamine und ihrem Vater. Letzterer ahnt, welches Wissen über Pflanzen der Junge haben könnte.

Ich rechnete bei dem Roman eigentlich um eine Erzählung aus der Zeit um 1800, in der man eventuell ein paar Fakten aufgriff und mit der Faktion verschmolz. Letzten Endes stellte sich heraus, dass der Roman mehr Fiktion beinhaltet, als ich ursprünglich gedacht hätte. Hat man sich jedoch erst einmal an die verschiedenen Elemente gewöhnt, kann man diese Fiktionen leicht hinnehmen.

Die Charaktere von Jessamine und Weed stehen in dem Roman im Vordergrund.
Jessamine ist eine eher ruhige und liebenswürde Person. Weed hingegen scheint unfreundlich und grob, ein ungeschliffener Edelstein, den Jessamine nach und nach zu schleifen weiß.

Gegen Ende spitzen sich die Ereignisse zu und ich war erschrocken über die letzten Seiten. Es ist nicht gerade ein Cliffhanger – doch ich möchte gerne wissen, was Jessamine und Weed im nächsten Teil erleben werden.

Für mich waren die Poison Diaries kein Highlight für 2011. Und sicher würde ich sie nicht unter dem Siegel „Die besten Serien der Welt“ stempeln. Doch sie sind eine recht angenehme Lektüre für einen verregneten Sommertag, oder für einige Stunden, die man in einem schattigen Teil des Gartens verbringt. Jedoch sollte man nicht allzu große Erwartungen in das Buch stecken, um nicht enttäuscht zu werden.

Die Poison Diaries 1
Liebe ist unheilbar
M. Wood
J. Northumberland
Fischer FJB
Juni 2011 – 272 Seiten
[14,95 €]

Für die Bereitstsellung des Leseexemplars möchte ich mich herzlich bei  bedanken.

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4 responses to “Rezension: Die Poison Diaries – Liebe ist unheilbar

  • Nicole

    Mhm,so ganz berauschend klingt das ja nicht :(
    Ist wohl eher wieder ein Buch,das ich mir in der Bibliothek ausleihe
    und dann entscheide,ob es ein Neuzugang für mein Regal wird.
    Wie schneidest du eigentlich immer die Coverbilder so toll zusammen?

    Ich hab jetzt mit „Heaven“ von Christoph Marzi angefangen.
    Aber der Einstieg in den Prolog fällt mir iwie schwer.

    Liebe Grüße
    des Nicki

    • Lariel

      Ich glaube es ist auch wirklich ein Buch, das ich mir eher als „ausgeliehen“ als „gekauft“ vorstellen könnte. Es wird sicherlich nicht jedem Gefallen und viele Rezensionen fallen auch recht dürftig in die Richtung aus.
      Es ist nicht so, dass es schlecht war, aber es fehlte auch einfach etwas, um das Buch zu etwas Besonderem zu machen.

      Die Coverbilder sind nur einzelne Fotos, die ich verkleiner und mit Paint oder „Gimp“ aneinanderreihe :) Nichts aufwendiges, weil ich auch so schon recht lange für die Artikel brauche.

      Schade, dass der Einstieg in „Heaven“ nicht so gut ist. Das Buch hätte mich auch noch interessiert. Aber es steht sowieso recht weit unten auf der Wunschliste ;)

      Viele Grüße,
      Sandra

  • Charlousie

    Ich war begeistert, richtig glücklich über dieses Buch! :)
    Aber deine Rezension gefällt mir sehr und das Bild oben in deinem header noch mehr!! Lg!

  • Marco

    Habe das Buch auch gelesen und fand es auch nicht schlecht. Ist wie du auch geschrieben hast, kein Highlight für dieses Jahr aber dennoch recht interessant zu lesen :)

    Hast übrigens einen schönen Blog ;)

    LG,

    Marco

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