Rezension: Arkadien brennt

Nachdem der erste Teil „Arkadien erwacht“ zuende war, war ich wirklich froh, dass ich den zweiten Band direkt greifen und weiterlesen konnte!

Kai Meyer wurde 1969 geboren und studierte Film- und Theaterwissenschaften. Bevor er mit dem Schreiben von Büchern begann arbeitete er als Jornalist. Schon mehr als 50 Titel sind seiner Feder entsprungen und ließen ihn zu einem der berühmtesten Phantastik-Autoren Deutschlands werden. Seine Werke wurden in bis zu 27 Sprachen übersetzt.

Auch hier gilt: Das Cover ist einfach großartig! Wenn ich so an die Cover von anderen Büchern denke, die doch sehr jugendhaft wirken, hat man hier ein Buch geschaffen, bei dem nicht mal Erwachsene Angst haben müssen, dass man sie mit dem Buch sieht. Es wirkt keinesfalls wie ein Kinder- oder Jugendbuch und spiegelt dennoch wunderbar den Inhalt wider. Der Hintergrund dieses Mal in den Farben des Feuers passt perfekt zu Titel und Geschichte. Darauf prangt die Skyline von New York, vor der sich Wildkatzen strecken und recken. Die Grunge Effekte ziehen sich wieder durch das ganze Buch und machen es zu einem echtn Blickfang – sogar beim lesen.

Menschen verwandeln sich in Raubtiere. Verfeindete Mafiaclans. Und eine verbotene Liebe.
Rosa braucht Abstand und fliegt zurück nach New York um sich auf die Spuren ihres alten Lebens zu machen. Nach und nach findet sich Details heraus über ihre Vergangenheit, über das, was bei dieser Party damals wirklich geschah und über ihren Vater. Doch immer wieder scheint Alessandro dabei eine Rolle zu spielen. In Rosa keimt ein schrecklicher Verdacht…

Da war sie wieder. Diese Anziehungskraft, die ich gleich von Rosa und Alessandro ausgehend gespürt hatte.
Der Leser steigt wieder am Flughafen in die Geschichte ein. Nach dem ich diese Szene las fragte ich mich automatisch, ob wir auch beim dritten Band wieder am Flughafen landen. ;-)
Diesmal will Rosa nach New York fliegen und Alessandro kommt vorbei, um sich zu verabschieden. Man merkt schon, dass die Bücher nicht direkt aneinanderhängen wie zum Beispiel die Edelstein Trilogie, sondern dass etwas Zeit vergangen ist. Natürlich muss der Leser dies nicht einfach hinnehmen, denn ihm wird auch mit auf den Weg gegeben, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Nachdem Schwester und Tante gestorben sind, wurde Rosa zum Mafioboss der Alcantaras. Sie verwaltet fortan Reichtum, Gebäude und Geschäfte, auch wenn ihr diese Arbeit zuwider ist. Damit sie nicht ganz so alleine ist, ist Isola mit eingezogen, die ich persönlich sehr ins Herz geschlossen habe. Es freute mich, dass sie noch nicht „unter den Tisch gekehrt“ wird, sondern noch eine Rolle im Verlauf der Geschichte spielt.

Generell ist dieser Band aber etwas erwachsener als der erste. Zwar steht die Liebesgeschichte zwischen Rosa und Alessandro noch im Vordergrund, aber andere Probleme treten auf, mit denen Rosa sich auseinandersetzen muss: Wo ist der Leichnahm ihres Vaters? Was bedeutet das Video, dass sie zugeschickt bekommt? Und wem kann sie noch vertrauen?
Kai Meyer nimmt ebenfalls kein Blatt vor den Mund, während er von Drogen, Sex, Vergewaltigung und gar von Mord berichtet. Doch sind diese Themen auch von großer Bedeutung für den Verlauf der Geschichte.

Seine Charaktere hat Kai Meyer liebevoll reifen lassen. Rosa ist ein gutes Stück erwachsener und verantwortungsbewusster geworden. Sie reift an jedem Detail, dass sie über ihre Vergangenheit und die ihres Vaters erfährt.

Die doch so reale Welt, der Kai Meyer einen Teelöffel Fantasy hinzufügt, läd den Leser ein sich mit diesem Buch zurückzuziehen und es schnell zu lesen. Doch am Ende bleiben wieder Fragen offen, deren Beantwortung wir uns in Band 3 der Reihe, Arkadien fällt, erhoffen.

Arkadien brennt
Kai Meyer
Carlsen – September 2010
400 Seiten, gebunden
[19,90 €]

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