Rezension: Ariadne – Zeitreisende soll man nicht aufhalten

Zeitreisen? Na klar! Das ist doch voll mein Ding. Und nachdem ich die Edelstein Trilogie so sehr mochte und generell alles mit Zeitreisen mag, musste dieses lilane Buch aus dem Arena Verlag unbedingt bei mir einziehen.

Kirsten John, geb. 1966, ist Lektorin und freie Schriftstellerin. Kirsten John lebt und arbeitet in Hannover und Amsterdam.

In Ariadnes Familie sind alle etwas komisch: Aella wird ständig unsichtbar, ständig brennen Dinge und Ariadne kennt den Keller wohl besser als der Rest ihrer Familie. Eines Tages taucht aus einer anderen zeit ihr Onkel auf – was gar nicht so ungewöhnlich ist, da er dies doch schließlich immer tut. Doch kurz nachdem er Ariadne einen Schlüssel anvertraut hat, wird er durch einen Zeitriss entführt. Nun liegt es an Ariadne durch die Zeit und durch die Welt zu reisen, um die Kiste zu finden, zu der der Schlüssel passt. Denn nur sie kann ihren Onkel befreien…

Was kann ich zu Ariadne sagen? Nun ja, das Buch ist anders. So wie Ariadnes Familie.
Ich fand es sehr süß und vor allem sehr lustig von den einzelnen verschrobenen Probleme der Familie zu hören. Da gibt es ein Baby, das unsichtbar wird, ein Mädchen, dass alles in Brand stecken kann, wenn sie wütend ist. Und dann noch Ariadne, die mit dem Faden, die in der Zeit reist.
Ich fand die Charaktere sehr liebenswert und habe mich direkt mit Ariadne angefreundet. Aber auch ihr Onkel Pluvius und der frisch in die Stadt gezogene Max Moritz schleichen sich direkt ins Leserherz.

Die Geschichte fand ich spannend vom ersten Moment, da ist gerade das Essen auf dem Tisch und Ariadnes Mutter tut auf einmal alles, um diese vom Esstisch zu bewegen – und das, obwohl diese doch gerade noch den Nachtisch verputzen wollten! Als alle hinaus sind, erscheint Onkel Pluvius, der wohl in das Essen geplatzt wäre – hätte er sich nicht angekündigt – und dabei ein riesen Chaos veranstaltet hätte.
Man merkt also, das Buch kann auch mit einem tollen Humor aufwarten.

Das Thema Zeitreise und Raum-Zeit-Kontinuum fand ich von der Autorin wunderbar erläutert. Die entsprechenden Details erhält der Leser immer zwischen den einzelnen Situationen und nicht als gepackte, geballte Informationsflut, mit der man wohl doch erstmal überfordert wäre.

Das Finale ist verwirrend, doch Zeitreisen sind dies doch immer. Vor allem scheinen die Reisen alles zu verkomplizieren, was das Ende des Buches spannend, witzig und einfach rund macht.

Alles in allem liegt hier ein rundes Jugendbuch vor, das man schnell mal zwischendurch lesen kann. Dank des einfachen Schreibstils fliegt man nur so durch die Seiten und die Zeit vergeht wie im Flug. Ein Buch, dass mich begeistert hat und das ich daher auch gerne – vor allem an jüngere Leser – empfehle.
Noch zu erwähnen wäre, dass hier ein Einzelband vorliegt. Und das ist auch gut so. Ich bin froh ein Buch lesen zu können und nicht zwei oder drei und noch mehr. Eine Geschichte, abgerundet mit einem Ende, and em man weiterdenken kann und das ein Stück weit doch offen ist. Doch werde ich weiter hoffen, dass es auch bei diesem einen Buch bleibt und hier nicht eine weitere Reihe vorliegt.


Ariadne
Zeitreisende soll man nicht aufhalten
Kirsten John
Arena – Juli 2011
319 Seiten, gebunden
[14,99 €]

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2 responses to “Rezension: Ariadne – Zeitreisende soll man nicht aufhalten

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