Rezension: Eine dunkle und GRIMMige Geschichte

Es war einmal eine Zeit, da wurde von arsEdition bei BlogdeinBuch „eine dunkle und grimmige Geschichte“ vergeben. Ich hatte schon zuvor davon gehört und alleine aus dem Grund, dass es dabei um Märchen ging, reichte aus, dass ich das Buch unbedinmgt haben wollte.

Adam Gidwitz wuch ins Baltimore, USA auf. Heute lebt er in Brooklyn, New York, und unterrichtet an einer Grundschule.

Über die Gestaltet dieses Buches muss man auf alle Fälle ein paar Worte verlieren. Das Cover passt so toll zur Geschichte, wobei das dem Leser wirklich erst klar wird, während er Hänsel und Gretel bei ihren Abenteuern begleitet. Alles auf dem Cover hat einen Sinn und auch die Bilder, die sich durch das Innere des Buches ziehen sind traumhaft und passen perfekt zu diesem Buch.

Es waren einmal… ein Junge und ein Mädchen. Und jeder kennt ihre Geschichte. Hänsel und Gretel, die der Bäckerin im Wald begegenen und ihr Knusperhäuschen anknabbern. Doch das ist nicht alles, was die beiden erleben. In Wirklichkeit ist es sogar noch das harmloseste, was den Geschwistern wiederfährt. Denn in dieser Geschichte gibt es nicht nur zwei Kinder, deren Eltern gar schreckliches taten, sondern auch Raben und Drachen. Und wie das alles zusammenhängt, das muss der Leser gar selbst entdecken.

Es war wirklich erfrischend, die Geschichte von Hänsel und Gretel mal in einer gewissen „Gänze“ zu lesen. Adam Gidwitz hat sich wirklich die Mühe gemacht und Geschichten aneinandergefügt, die sonst in den Erzählungen in keinem Zusammenhang stehen – aber dennoch einer gewissen Logik folgen.

Im Vordergrund aller Geschichten steht, dass alle Erwachsenen schlecht sind, so wie die Bäckersfrau es uns schon in der „Hänsel und Gretel“ Version, die wir wir alle kennen, vermittelt.
Folgt man nun dem von Gidwitz gesponnen Faden durch das „eigentliche“ Märchen, so merkt man auch erst, wie gut diese Geschichten zusammenpassen. Aufgelockert wurde das Ganze durch Kommentare, die Gidwitz zwischen und in den Geschichten ergänzt hat und die sich durch einen „fetten“ Schriftsatz vom Rest abhebt.

Der Schreibstil selbst erinnert sehr an Märchen und lässt sich locker lesen. Es fällt dem Leser leicht den Geschichten zu folgen.
Doch genauso entsetzt, wie Gidwitz war, als eine Vertretungslehrerin seinen Grundschülern die brutalen Märchen von den Gebrüdern Grimm vorlas – ja, genauso entsetzt bin ich fast über die Empfehlung des Verlages für Kinder von 10 – 12 Jahre. Ich bin mir nicht sicher, ob das Buch an einigen Stellen nicht zu brutal und grausam für solch junge Leser ist. Ich hätte wohl kaum von solch gewaltsamen Taten in diesem Alter lesen wollen – wobei das Verbrennen der „Hexe“ noch das harmloseste ist.
Gidwitz schreibt auch des öfteren, dass man die Kinder aus dem Raum schicken soll, da es nun richtig dunkel und frchterlich wird.
Hier müssen Eltern vielleicht wirklich zuvor selbst zum Buch greifen, um zu entscheiden, ob dies wirklich etwas für die eigenen Kinder ist. Wenn ja, eignen sich die Geschichten von Hänsel und Gretel wunderbar zum Vorlesen, zum Beispiel zur Weihnachtszeit, wenn es draußen dunkel und kalt ist und man selbst gemütlich beisammensitzt.


Eine dunkle und GRIMMige Geschichte
Adam Gidwitz
arsEdition – Juni 2011
256 Seiten, gebunden
[12,95 €]

Vielen Dank an Bloggdeinbuch.de, sowie arsEdition.

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