Eine verwunschene Nacht mit Bernhard Hennen

Bernhard Hennen? Ist das nicht diese Autor von den… Trollen? Orks? Ach nein, den Elfen, oder?
Ganz ehrlich: ich kannte Bernhard Hennen nur vom Namen. 18 Jahre schreibt dieser nun schon Romane und alle gingen an mir vorbei. Bis ich vor ein paar Wochen auf Alica stieß, als ich in Bonn unterwegs war und das Buch spontan eingepackt habe. Nun kennt ihr das alle, man hat das Buch gekauft mit dem festen Vorsatz es zu lesen, aber am Ende kommt immer wieder etwas dazwischen. Und deshalb habe ich etwas mit mir gerungen, als ich davon hörte, dass Bernhard Hennen im Kuppelsaal des Bonner Metropol lesen sollte. Ich kenne diesen Menschen und seine Werke schließlich nicht, was soll ich da? Doch ich muss sagen, ich wurde zum Glück von Ute (an dieser Stelle herzlichen Dank!) in die richtige Richtung gestupst, sodass ich Abends noch an der Kasse stand und nach einer Karte für die Lesung fragte.

Bis 20 Uhr musste ich dann zwar noch etwas Zeit mit Lesen vertrödeln, aber was macht man nicht alles für eine Lesung. Als die Türen sich dann um zwanzig vor acht öffneten und ich wenige Minuten später den Kuppelsaal betrat, war ich erstaunt, wie voll es doch schon war. Ich suchte mir zuerst einmal einen Platz, von dem aus ich gut sehen konnte, denn wenn man so klein ist wie ich, ist das nun wirklich nicht einfach. Erst dann fing ich so richtig an zu staunen, als ich mir die doch recht mittelalterlich angehauchte Kuslisse näher anschaute. Einfach traumhaft!

Punkt acht Uhr ging es dann auch schon los und Bernhard Hennen betrat mit Maite Itoiz die Bühne. Nach der kurzen Einführung wussten nun auch alle, wie die Musik von Maite Itolz und Bernhard Hennens Romane zusammenpassen und was uns an diesem Abend erwarten würde.
Begonnen hat Herr Hennen mit der Lesung des ersten Kapitels aus den Drachenelfen. Er erzählte, dass Maite Itoiz eine Inspiration für dieses Kapitel war, als sie ihm vorab ein neues Lied schickte. Wieso, das konnte der Zuschauer spätestens dann verstehen, als Maite Itoiz das Lied nach der Lesung von Herrn Hennen sang.

Nahtlos ging die Lesung über in ein weiteres Kapitel der Drachenelfen. Diesmal erzählte Bernhard Hennen im Vorfeld, dass er Verwandtschaft in China hat und eines Tages dort einen magischen Moment erlebte, als junge und alte Frauen sich auf einem Platz einfanden und mit einem Schwert tanzten (TaiJi mit dem Schwert). Während Herr Hennen nun aus dem entsprechenden Kapitel las, wurde er von einer TaiJi Meisterin und Maite Itoiz begleitet. Dies war definitv einer der Momente, bei denen ich richtig Gänsehaut bekam.

Danach gab es eine rege Fragerunde, die mit mehreren Liedern von Maite Itoiz unterbrochen wurde. Die Abwechslung zwischen Musik und Fragen bot dem Publikum vor allem die Möglichkeit, sich neue Fragen auszudenken. Herr Hennen antwortete ausschweifend auf alle Fragen und erzählte dabei die ein oder andere Anekdote aus dem Familienleben und wie er zum Schwertkampf kam. Ebenfalls plauderte er über Hintergründe aus seinen Romanen, besonders der Drachenelfen und verriet dabei genau so viel, um dem Publikum den Mund wässrig zu machen.

Beendet wurde der Abend mit einem dritten Lesungsteil. Diesmal erzählte Herr Hennen, dass er die Lyrik dieses Kapitels an Maite Itoiz schickte und einige Tage später keine Kritik bekam, sondern ein Lied. Die Künstlerin untermalte das Kapitel musikalisch und schuf in Verbindung mit der Lesung von Bernhard Hennen einen magischen Moment – für mich das absolute Highlight der Lesung!

Nachdem die Lesung beendet war, konnte man die Musik von Frau Itoiz, aber auch auch sämtliche Werke von Herrn Hennen erwerben. Einer spontanen Eingebung folgend nahm ich mir noch „Die Elfen“ mit, da mir die Lesung aus den Drachenelfen sehr gefallen hat. Zwar habe ich beim Warten auf meine Signaturen meinen Zug verpasst und musste eine weitere Stunde ausharren, aber dies hat sich auf alle Fälle gelohnt. Bernhard Hennen hat das Talent seinen Lesern die Angst zu nehmen, indem er sie gezielt beim signieren anspricht, ihnen Fragen stellt und so versucht eine „persönliche“ Note in die Signaturen einzubringen. Daher freute ich mich auch sehr über die Signatur, die er mir in Alica schrieb: „Für Sandra, die meine Leidenschaft für das Mittelalter mit mir teilt. Bernhard Hennen

Ein sehr sympathischer Autor, eine Spannende Lesung mit wunderschöner Untermalung und somit auch ein Abend, der einem im Gedächtnis bleibt!

Mein Dank gilt der Thalia Filiale im Metropol Bonn und dem Heyne Verlag für die Ausrichtung der Lesung! Und vielen Dank Herr Hennen für einen unvergesslichen Abend und neue Bücher, die man doch nun so dringend lesen möchte. :-)

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One response to “Eine verwunschene Nacht mit Bernhard Hennen

  • Nicole

    Dein Bericht ist super,ich hab das Gefühl als kleine Nicki auf deiner Schulter gesessen und alles miterlebt zu haben *___*
    Die Signaturen sind total toll,vorallem die 2te ist persönlich :)
    Ich würd mal sagen, war doch eine perfekte Entscheidung hinzugehen.
    Ich würd auch gerne nochmal nach Bonn,die Lesung von Trudi war ja auch so toll gewesen. Die sollen mal am We eine machen :D

    Hoffe du erlebst noch viele solcher tollen Lesungen :)

    Liebe Grüße
    Nicki

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