Rezension: Blutrote Schwestern

Märchen sind inn. Und da ich schon das erste Buch von Jackson Pearce mochte, musste ich natürlich auch zum zweiten greifen.

Jackson Pearce wurde 1984 geboren und lebt in Atlanta. Nach ihrem Studium in Englisch und Philosophie arbeitete sie als Tanzcoach an einer Highschool und nebenbei war sie als Autorin tätig. Blutrote Schwestern ist der Auftakt zu ihrer Reihe „nacherzählter Märchen“.

Ein graues Cover, ein dunkler Wald, zwei Mädchen mit roten Kapuzenjacken. Zuerst sah ich die enorme Ähnlichkeit des Covers mit „Red Riding Hood“, aber spätestens beim Lesen verblasste dieser Vergleich ziemlich schnell. Das Cover passt sehr gut, denn es ist tatsächlich auch eine Szene aus dem Buch. Unter dem Schutzumschlag verbirgt sich ein „blutrotes“ Hardcover und selbst im inneren führt der PAN Verlag die wunderschöne Gestaltung des Buches fort.

Eines Tages steht er vor Scarlett und Rosie und tötet ihre Großmutter. Fortan sind die beiden Schwestern auf der Jagd nach den Wölfen, vor allem Scarlett hat sich der Jagd vollends verschrieben. Doch dann beginnt Rosie, die jüngere der beiden, zu ahnen, dass es noch mehr im Leben geben kann als die Jagd – und begeht einen Fehler, der sie und Scarlett in größte Gefahr bringt: Sie verliebt sich…

Zunächst einmal finde ich ja die Namen der Protagonistinnen super gewählt. Rosie und Scarlett, zwei Namen, die an rote Farbe erinnern und somit auch perfekt zu den zwei Rotkäppchen passen. Mindestens genauso schön fand ich den Erzählwechsel, der sich dadurch ergab. Das Buch ist komplett aus der Ich-Perspektive geschrieben, wechselt jedoch zwischen Rosie und Scarlett. Doch ist dies keineswegs so verwirrend, wie man es sich nun vorstellt, denn Jackson Peace schafft es den Leser gekonnt „abzuholen“, sodass er sich vom ersten Satz an gedanklich in die richtige Protagonistin versetzt.

Die Geschichte an sich umfasst ein Märchen, gepaart mit der Realität und einem Funken Fiktion. Die Idee der Wolfrudel und der jagenden Geschwister ist einzigartig, spannend und rasant. Zwar sind viele Zusammenhänge dem aufmerksamen Leser schnell klar, doch bis zum Ende habe ich das Buch genossen und mich immer wieder gefragt, ob meine vermutung richtig ist oder nicht.

Die zwei Mädchen werden sehr gut vorstellbar charakterisiert und könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch Silas wird dem leser so genau geschildert, dass man die Gefühle beider Mädchen für ihn richtig gut nachempfinden kann. Alles in allem ist die gesamte Welt für den Leser auch leicht verständlich, dass es die Welt ist, so wie wir sie kennen. Doch während wie das Licht nicht kennen, kennen die beiden Mädchen es und versuchen daher die Menschen vor den Wölfen zu beschützen.

Jackson Pearce hat es geschafft eine gelungene Märchenadaption zu schreiben, die spnnaned, aufregend und so komplett anders als das Märchen ist, dass man im Nachhinein immer noch erstaunt ist, wie sehr man das Rotkäppchen darin wiederfindet.
Auch muss ich ein Lob an PAN aussprechen für die tolle Gestaltung, sowie die doch sehr gute Übernahme des Titels „Sisters red“. Beides passt zu diesem Roman, wie der Tee zu einem guten Buch. Und gerade die kalten Wintertage sind sehr geeignet, dass man sich mit einer Tasse Tee in die Welt der Wölfe, der Gefahren und der blutroten Schwestern begibt.


Blutrote Schwestern
Jackson Pearce
PAN – Oktober 2011
368 Seiten, gebunden
[16,99 €]

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One response to “Rezension: Blutrote Schwestern

  • Ghost

    Klingt spannend… werd ich auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten.

    Aber was ich dich schon immer mal fragen wollte: Dieser Link zu Amazon, am Ende deines Textes… gestaltest du den selber oder ist das ein HTML-Code von Amazon?
    Verdienst du etwas daran, wenn das Buch tatsächlich über diesen Link gekauft wird?
    Kann ich sowas auch einbauen? – Auf meine Website zum Beispiel, oder eben in mein Blog….

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