eBook vs. Buch

Letzte Woche bin ich in der neusten Ausgabe der Unfallkrankenkasse Post/Telekom (Ausgabe Januar 2012) einen interessanten Artikel über eReader und „normale“ Bücher gefunden.

„Dem Gehirn ist das Medium egal, dem Gemüt nicht“

Angesprochen wird, wie das Gehirn mit den entsprechenden Medien arbeitet, denn oft hört man heute noch, dass man ein Buch braucht, oder einen Ausdruck auf Papier. „Längere Texte drucke ich lieber aus.“
Ja, wie oft habe ich das gehört oder sogar selbst gesagt. Grundsätzlich ist es natürlich ein Unterschied, ob ich meine Bachelorarbeit ausdrucke, um zu sehen wie sie wirkt und sie so korrigiere, oder ob ich nun einen Roman lesen möchte. Viele Menschen verlassen sich hierbei am liebsten auf das Papier, während erstaunlicher Weise nun immer mehr eReader in den U-Bahnen und Zügen zu sehen sind.

Doch was ist nun tatsächlich besser? Buch? eBook?
Genau das wurde in diesem Artikel untersucht!

Bei einem Experiment des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz lies man jüngere Erwachsene (Durchschnittsalter 26) und ältere (Durchschnittsalter 64) unterschiedliche Texte lesen, welche auf unterschiedlichen Medien zur Verfügung gestellt wurden. Dabei wurde das E-Ink-Verfahren (Kindle), das normale Buch, sowie ein Tablet-PC (iPad) benutzt.
Während des Lesens wurden die Hirnaktivitäten der Teilnehmer gemessen und die Probanten danach nach ihren Empfindungen gefragt.

Dabei zeigten sich tatsächlich bei dem Tablet PC nicht wahrnehmbare, aber eben messbare Vorteile bei der Verarbeitung der Informationen gegenüber Papier und Kindle. In dem Artikel heißt es „Der kognitive Aufwand für das Lesen am Tablet-PC ist geringer als für den Kindle und das gedruckte Wort. Dies zeige eindeutig, dass unsere kulturell geprägte Perspektive auf das Lesen von Büchern und das Lesen von eBooks nicht mit unserer neuronalen Realität übereinstimmt, folgern die Forscher.“
Mit zunehmendem Alter scheint der Vorteil der Informationsverarbeitung auf einem Tablet-PC übrigens immer größer zu werden.

Die Studie soll nun übrigens auch auf Smartphones und Desktop-PC erweitert werden. Ebenfalls wird der Einfluss von Hintergrundbeleuchtung oder Displaygröße künftig näher untersucht.

„Beim Lesen auf E-Readern kann nicht von „schlechtem Lesen“ die Rede sein, so das Fazit der Mainzer Wissenschaftler. Vielmehr zeigt die Lesetsudie, dass es keine Konkurrenz der Medien gibt: Ob analog oder digital, Lesen bleibt die wichtigste Kulturtechnik.“

Den Artikel fand ich sehr interessant, daher wollte ich ihn euch nicht vorenthalten.
Damit ihr auch selbst einen Blick in den Artikel werfen könnt, habe ich ihn euch hier zur Verfügung gestellt.

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2 responses to “eBook vs. Buch

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