Rezension: Marcus Gladiator

Mehr durch Zufall bin ich auf das Buch Marcus Gladiator gestoßen. Da mich diese Zeit irgendwie schon interessiert und das Buch auch sehr gut vom Klappentext klang, habe ich mir dieses Buch unbedingt zu Gemüte führen wollen.

Simon Scarrow, geboren in Nigeria, lebte an verschiedenen Orten, bevor er sich in Großbritanien niederließ. Seine Liebe zur Antike entdeckte er bereits in seiner Kindheit, als er im Schulunterricht sich diesem Thema zuwendete. Um Nachforschungen für seine Rómane anzustellen, macht er stets ausgedehnte Reisen mit seiner Familie. Wegen dem großen Erfolg seiner Bücher hat Simon Scarrow derzeit keine Zeit als Dozent für Geschichte zu arbeiten, hofft aber bald wieder zu seinen Schülern zurückkehren zu können.

Das im arsEdition erschienene Buch ist ein Hardcover mit einem sehr schicken Titelbild, dass ein wahrer Blickfang ist. Man sieht eine Arena und in der Mitte einen Gladiatoren. Die Farben sind „feurig“ gehalten und versprechen hitzige Kämpfe in der Arena, die Schrift ist gold umrandet und glänzt im Licht. Da das Buch in der Nähe von Rom spielt, sind die Kapitelüberschriften römische Zahlen. Wer Marcus‘ Reiseroute verfolgen will, kann dies vorne oder hinten im Buch einsehen, denn da wurde eine schön illustrierte Karte abgedruckt.

Marcus‘ Vater war Zenturio und hat zu Zeiten der Slavenaufstände gedient. Mittlerweile ist er sesshaft geworden und hat sein eigenes Land. Um dieses zu bezahlen hat er sich Geld geliehen und eines Tages stehen die Geldeintreiber vor der Tür. Nach dem Kampf werden Marcus und seine Mutter entführt und durch einige Zufälle landet Marcus in einer Gladiatorenschule. Als hoher Besuch kommt, soll es Kämpfe auf Leben und Tod geben – und Marcus ist mittendrin…

Um es gleich vornweg zu sagen: Marcus Gladiator ist der erste Band einer Reihe um Marcus und seine Erlebnisse als Gladiator. Zuerst war mir dies nämlich nicht klar und dann liest sich das Buch ganz anders als erhofft.

Die Geschichte an sich ist solide und spannend, abwechslungsreich und ergreifend. So viel Pech, wie Marcus wiederfährt muss man einfach Mitleid mit ihm haben. Marcus selbst ist ein trotziger Junge, den man ein wenig in sein Herz schließt. In der Gladiatorenschule lernt er die verschiedensten Menschen kennen, die der Leser mal mehr und mal weniger mag.

Einzig der Schreibstil war mir ab und an etwas zu einfach und zu kindgerecht. Ich bin nun leider etwas älter und mag komplexe Satzbildungen, die in dem Buch nicht wirklich zu finden sind. Für junge Leser eignet sich der Schreibstil jedoch optimal.

Ein Manko gibt es dennoch und ich musste das selbe Argument schon bei „Eine dunkle und grimmige Geschichte„, welches ebenfalls bei arsEdition erschienen ist, vorbringen: das Buch selbst ist an manchen Stellen brutal und las sich selbst für mich erschreckend. Der Verlag empfiehlt das Buch für junge Leser zwischen 10 und 12 Jahren. Als Elternteil sollte man hier selbst überlegen, ob man in das Buch vorher selbst hineinliest oder ob man dies den Kindern wirklich so zutraut.
Von der Geschichte her empfiehlt sich das Buch vor allem für Jungen – Mädchen werden sich wohl nur bedingt mit dem jungen Helden identifizieren können.

Alles in allem handelt es sich bei „Marcus Gladiator“ um einen gelungenen ersten Teil, der uns zwar mit gewisser Neugier zurück lässt, jedoch keinen richtigen Cliffhanger am Ende hat. Zu einem weiteren Teil würde ich jedoch wieder greifen, da mich die römische Welt und diese Zeitepoche schwer beeindruckt haben und es richtig Spaß gemacht hat von Marcus‘ Abenteuern zu lesen.


Marcus Gladiator

Kampf für Freiheit
Simmon Scarrow
arsEdition – Februar 2012
320 Seiten, gebunden
[14,99 €]

Vielen Dank an Bloggdeinbuch.de und arsEdition zur Verfügungstellung des Leseexemplars!

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One response to “Rezension: Marcus Gladiator

  • Tanja

    Mal wieder eine schöne und informative Rezension von. :) Die Geschichte klingt interessant und die Aufmachung gefällt mir sehr.

    Liebe Grüße,
    Tanja

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