Rezension: Die Fluchweberin

Alleine wegen des Covers musste „Die Fluchweberin“ bei mir einziehen. Doch auch die Geschicte klangt ganz gut und nach einiger Ermunterung musste ich das Buch dann schließlich auch endlich lesen.

Brigitte Melzer, 1971 geboren, ist heute eine der prägnantesten Stimmen der Urban-Fantasy. Sie lebt und schreibt in München.

Vom Cover her wirkt „Die Fluchweberin“ wie eine Mischung aus „Nach dem Sommer“ und „Sternenschimmer“ / „Splitterherz“. Dennoch hat es einen ganz eigenen Charakter. Nur Geschichte passt das Cover bedingt, ich bin mir nur nicht so ganz sicher, worauf die vielen Schlüssel verweisen sollen. Entfernt man den Schutzumschlag findet man ein dunkelgrünes Hardcover darunter.

Raine ist 17 Jahre alt, Elternlos und lebt in einer Welt, in der Magie mit dem Tode bestraft wird. Doch auch ihr ist die Magie von Geburt an gegeben: Sie ist in der Lage Flüche zu weben. Da ihre Mutter jedoch bereits von der Magiepolizei vor ihren Augen abgeführt und ihr Vater ermordet wurde, verbirgt sie so gut wie möglich ihr Geheimnis, was auf einem Internat nicht gerade einfach ist. Darauf bedacht das geheimnis zu wahren, wird sie zur Außenseiterin, doch als ihr Erzfeinidin Kim ihr einen Streich spielt, rächt sie sich mit einem Fluch. Und dann ist da noch Skyler, der neue Schüler, in den sie sich langsam zu verlieben beginnt.

Raine ist ein Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen hatte, sobald ich das Buch beginn. Das erste Kapitel beginnt auch direkt mit einer Rückblende, die uns zeigt, was Raine in ihrer Kindheit erlebt hat und die uns diese Welt näher bringt, in der Magie existiert. Raine ist ein taffes Mädchen und brachte mich oft mit ihren Sprüchen und patzigen Antworten zum Lachen.

Ebenfalls essenziell für diese Geschichte ist Skyler, der erst sehr mysteriös wirkt, da er sich Raine regelrecht aufzwingt. Mit der Zeit lernt man ihn zu mögen, denn er scheint der perfekte Gesprächspartner für Raine zu sein. Die Dialoge zwischen den beiden sind der Autorin wirklich gut gelungen.

Die Geschichte an sich ist relativ schlicht gestrickt, aber das lässt den Leser durch die Seiten gleiten. Man hat nicht wirklich das Gefühl, das Fragen offen bleiben, das Ende war spannend und Filmreif. Auch ein logischer Zusammenhang steckt hinter dem großen Ganzen.
Außerdem hat Britte Melzer genau die richtigen Worte für diesen Roman gefunden. Die Sprache ist nicht nur für Jugendliche geeignet, sondern lässt den Leser – egal welchen Alters – durch die Geschichte schweben.

Würde mich in den kommenden Tagen jemand fragen „Welches Buch kannst du mir empfehlen?“, so würde ich ihm definitiv „Die Fluchweberin“ ans Herz legen. Das Buch hat mich sehr begeistert und ich habe den filmreifen Showdown wirklich sehr genossen. Für mich war dies sicherlich nicht das letzte Buch, das ich von Brigitte Melzer lesen werde!


Die Fluchweberin
Brigitte Melzer
Ueberreuter – März 2012
383 Seiten, gebunden
[16,95€]

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