Rezension: Geboren um Mitternacht (Shadow Falls Camp #1)

Schon die englische Ausgabe „Born at Midnight“ hat mich wegen des Covers, als auch wegen der Beschreibung neugierig gemacht. Als das Buch dann beim Fischer Jugendbuchverlag auf Deutsch erschien, musste ich dann doch zur deutschen Ausgabe greifen.

C.C. Hunter wuchs in Alabama auf, lebt heute jedoch in Srpings, Texas, mit ihren vier Katzen, einem Hund und ihrem Mann. Wenn sie nicht selbst schreibt, liest sie, verbringt Zeit mit ihrer Familie oder Fotografiert.
C.C. Hunter ist ein Pseudonym. Ihr richtiger Name ist Christie Craig, unter dem sie auch lustige, romantische Romane veröffentlicht.

„Geboren um Mitternacht“ wurde vom Fischer Jugendbuchverlag leider nur als Taschenbuch veröffentlicht. Durch die 500 Seiten ist das Buch daher recht dick und lässt sich schwer lesen, wenn man Bücher so vorsichtig liest wie ich (Denn Knicke im Buchrücken mag ich so gar nicht!). Dennoch wurde das Buch mit Glanzeffekten aufgewertet, die das Cover schön erstrahlen lassen. Positiv finde ich auch wieder die Gestaltung im Inneren, denn bei jedem Kapitelanfang findet man im Hintergrund das Titelbild wieder. Das Cover wurde von den Originalausgaben übernommen. In dem Klappenbroschur selbst verstecken sich noch Informationen zu den Charakteren, die mir am Anfang sehr geholfen haben, die Übersicht zu behalten.

Kylies Leben steht Kopf: ihr Freund Trey hat sich von ihr getrennt, ihre Eltern lassen sich scheiden und zu guter letzt schickt ihre Mutter sie auf anraten ihrer Therapeutin in ein Sommercamp. Kaum ist sie dort angekommen, merkt sie, dass sie anders zu sein scheint als die anderen. Schon gleich am ersten Tag muss sie feststellen, dass das Camp ein Camp für Übernatürliche ist, in das Hexen, Gestaltwandler, Feen, Werwölfe und Vampire ihren Sommer verbringen – und sie soll auch eine von ihnen sein.
Als das Camp bedroht wird, müssen sie mit vereinigten Kräften dafür Sorgen, dass das Camp nicht geschlossen werden muss…

Das erste, was mir positiv ins Auge stach war der angenehme Schreibstil. Im Gegensatz zu der Ankündigung „Für Fans von House of Night“ erwartete mich hier ein Schreibstil, der zwar jugendhaft wirkt und locker zu lesen ist, jedoch nicht mit dem gewissen Jugendsprachenton daherkommt wie die Bücher von P.C. & Kristin Cast.
Doch eine „Übereinstimmung“ haben die beiden Reihen…

Wir lernen Kylie kennen, die ich – wieso auch immer – direkt in mein Herz geschlossen habe. Als sie in das Camp fuhr, war ich mit den ganzen Namen erst einmal 50 Seiten lang überfordert. Gleichzeitig kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass es drei Jungs gibt, die Kylie in ihr Herz geschlossen hat. Mittlerweile gibt es leider – wie ich finde – zu viele Bücher, die genau diese Dynamik entwickeln. Mich ödet es doch ein wenig an der Protagonistin dabei über die Schulter schauen zu müssen, dass sie sich nicht entscheiden kann, welchen der ganzen Jungs sie nun mag.

Gleizeitig hat das Buch das Problem, dass der Spannungsbogen relativ flach ist und man das Gefühl hat, dass die Handlung nur so dahinplätschert. Selbst beim eigentlichen Showdown hat mir der Impuls gefehlt, dass ich dieses Buch nicht aus den Händen legen kann. Die Idee der Übernatürlichen ist ganz nett umgesetzt und es gibt so viele tolle Ideen, die darin vorkommen, aber nur am Rande erwähnt und nicht weiter ausgebaut werden.
Und dann gab es Dinge, die mir persönlich zu überspitzt rübergebracht wurden. Dazu zählt unter anderem, dass Kylie immer wieder vor dem Bluttrinken der Vampire zurückschreckt. Es wird dem Leser so oft in den Kopf gepflanzt, dass er hofft nie wieder Blut sehen zu müssen.

Am Ende war „Geboren um Mitternacht“ nicht mehr als ein typischer „erster Band einer Reihe“: er stellt uns die Charaktere vor, baut dabei leider wenig Spannung auf und lässt uns mittendrin zurück. Und doch hat man wieder das Gefühl, dass man nach dem zweiten Band greifen möchte. Ich jedoch bin gespannt, ob im nächsten Band nicht mehr Spannung aufkommt und mich dieser mehr begeistern kann.


Geboren um Mitternacht

Shadow Falls Camp
C.C. Hunter
Fischer FJB – Juni 2012
512 Seiten, Klappenbroschur
[14,99 €]

Vielen Dank an den Fischer FJB Verlag und Bloggdeinbuch.de für die Verfügungstellung des Leseexemplars!

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One response to “Rezension: Geboren um Mitternacht (Shadow Falls Camp #1)

  • Chrissy

    Also irgendwie klingt für mich diese Campidee wie bei Percy Jackson …
    Da das wohl wieder so ein 08/15-Roman zu sein scheint, werde ich ihn wohl eher nicht lesen.
    Lg
    Chrissy

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