Rezension: Verwandelt (The Vampire Journals #1)

Ich habe in letzter Zeit definitiv zu viele eBooks gelesen. Kein Wunder, dass mein SuB so in die Höhe schießt. Aber bei „Verwandelt“ habe ich mich dadurch hinreißen lassen, dass es dieses Buch schon zwei Monate vor der Printausgabe als eBook gab und es eines dieser Bücher ist, bei denen ich schon im Vorfeld wusste, dass ich sie nicht im Regal stehen haben möchte… zum Glück!

Morgan Rice schreibt schon seit vielen Jahren, doch The Vampire Journals sind seine erste Vampirserie. Morgan Rice ist das Pseudonym eines bekannten US-Autors, der in New York City lebt.

Caitlin ist gerade frisch nach New York gezogen und hasst ihr neue Umgebung, ihre neue Schule und vor allem ihre Mutter, der sie das alles zu verdanken hat. Doch plötzlich beginnt sie sich zu verändern: das Licht ist zu grell, sie hat Kräfte entwickelt, die sie nicht für möglich hielt, und dann ist da noch diese Lust auf Blut…

Ich breche die Inhaltsangabe hier schon mal vorsorglich ab. Denn wenn man sich die Beschreibung des Verlages durchliest, braucht man dieses Buch definitiv nicht mehr zu lesen, denn man weiß schon alles – bis zum Schluss.

Das Morgan Rice nur ein Pseudonym ist, liegt wahrscheinlich daran, dass der Autor sich für das, was er da fabriziert hat insgeheim selbst schämt. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich wissen möchte, wer wirklich hinter diesen Büchern steckt…
Das Buch selbst ist nämlich ein sprachliches Desaster. Auf gut 170 Seiten erzählt der Autor keinen Mehrwert, der den Leser irgendwie in die Geschichte eintauchen lässt, ihn fesselt, oder gar in irgendeiner Art und Weise versucht ihn davon zu überzeugen, dass er das Buch lesen will. Stattdessen erwartet den Leser ein rasanter Roman, der von 400 auf 170 Seiten gekürzt scheint und defintiv zu viel Inhalt, zu schlecht ausgebaut für zu wenige Seiten enthält.

Gleichzeitig ist das Buch so unrealistisch und surreal, dass man während dem Lesen nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. Als Caleb und Caitlin das erste mal aufeinandertreffen, sind sie direkt ineinander verliebt. Dabei reicht es eben nicht, dass die beiden sich gerade gefühlte 10 Seiten und 5 Minuten kennen, bis sie das erste „Ich liebe dich“ austauschen. Auch die Entwicklung von Ciatlin läuft viel zu schnell ab.

Gleichzeitig hat das Lektorat an diesem Buch wirklich etwas geschlafen, dabei sollte man meinen, dass dies bei 170 Seiten noch sehr übersichtlich scheint. Doch ein Sinnfehler fällt sofort ins Auge:
Caitlin verlässt die Wohnung und erinnert sich sogar noch, dass sie ihr Handy nicht dabei hat. Ich meine sogar gelesen u haben, dass der Akku leer ist und es deshalb halb so schlimm für sie war das Handy zurückzulassen. Wie schafft die Protagonistin dann bitte ca. 50 Seiten später ihr Handy mit recht niedrigem Akkustand aus der Hosentasche zu ziehen…?

Fazit: Das Buch ist überteuert und das Lesen in meinen Augen nicht wert. Ich habe selten ein Buch als so schlecht empfunden. Einen solchen Roman „hinzuschmieren“ ist keine Kunst. Und ich kann jedem nur davon abraten sich dieses Buch zuzulegen, denn dabei ist nur eins gewiss: Am Ende wird man den Kauf bereuen…


Verwandelt

The Vampire Journals #1
Morgan Rice
Bastei Lübbe – Baumhaus
– eBook –

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2 responses to “Rezension: Verwandelt (The Vampire Journals #1)

  • Sascha

    Ja Prost Mahlzeit – Bei solchen Büchern ist man dann wohl erleichtert, bloß die Kindle-Version gekauft zu haben… Zumal die Grundidee schon sooo ausgelutscht ist.

    • Lariel

      Das die Grundidee ausgelutscht ist, stört mich weniger, wenn die Umsetzung gut ist. Aber das war sie definitiv nicht. Da waren auch die 6 € noch zu viel Geld für…

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