Rezension: Sturz in die Zeit

Bei vielen Büchern stelle ich mir die Frage, ob ich sie auf Englisch lesen soll, oder auf eine deutsche Übersetzung warten sollte. Bei „Tempest“ war das genauso, doch als dann die deutsche Übersetzung erschien, habe ich am Ende doch wieder danach gegriffen. Nun stellt sich euch natürlich die Frage… hat es sich gelohnt?

Julie Cross, geboren in Heidelberg, lebt heute mit ihrer Familie in Illinois, in der Nähe von Chicago. „Sturz in die Zeit“ ist ihr erster Roman.

Irgendwie verliere ich mich bei Fischer FJB Büchern immer in der Gestaltung. Doch auch diese Gestaltung ist einfach wieder eine wahre Freude für das Leserherz! Der spiegelnde Schutzumschlag hat ein recht annahmbares Cover (Ich mag den Typen darauf einfach nicht so ;-)) und sieht im Regal super schön aus. Darunter ist ein bedrucktes Hardcover, das das Motiv des Covers noch einmal etwas anders zeigt.
Im Inneren nicht ganz so spektakulär, erinnern die Überschriften jedoch ein den zuletzt gesehenen CIA Film… Zufall?

Jackson Meyer lebt im jahr 2009, ist in Holly verliebt und lebt ein ganz normales Leben. Bis auf die Tatsache, dass er in der Zeit springt und mit seinem Freund Adam Experimente zum Zeitreisephänomen durchführt. Als eines Tages in Hollys Zimmer seltsame Typen auftauchen und Jacksons Freundin erschießen, springt er unbewusst in der Zeit und landet im Jahr 2007, von dem aus er nicht mehr ins Jahr 2009 zurückspringen kann. Wie kann das sein? Kann er jemals zurück? Und wird er Holly retten können?

Ich muss gestehen, am Anfang hatte ich es mit dem Buch schwer. Ich weiß noch nicht mal wieso.. Wahrscheinlich lag es an meiner Stimmung und der Tatsache, dass man als Leser anfangs recht wenig über das Zeitreisen an sich erfährt und dann auch schon Holly ums Leben kommt.
Immerhin muss der Leser nicht lange warten, bis tatsächlich das passiert, das der Klappentext bereits verrät. Ab da entwickelte sich das Buch zu einem Actionfilm, der sich in meinem Kopf abgespielt hat.

Die Charaktere alleine haben mich irgendwann dann doch so überzeugen können, dass ich sie ins Herz schließen musste. Ich mochte Jacksons Denkweise vielleicht nicht immer, aber grundsätzlich ist er ein solider Charakter, der sich mit seiner Situation auch irgendwann zurecht findet. Holly hingegen gibt es in den verschiedensten Zeiten als die verrücktesten „Ausgaben“, die man irgendwie alle ins Herz schließt. Der verrückte Adam konnte das Team dann noch perfekt ergänzen.

Auch die Geschichte an sich hat einen höheren Sinn und befolgt diesen auch. Die Regeln der Zeitreise werden ausreichend und vor allem einleuchtend erklärt. Zeitgleich baut die Geshcichte ab einem gewissen Punkt immer weitzer Spannung auf. Tatsächlich fühlte ich mich wie in einem Actionfilm, daher war es eigentlich keine große Überraschung mehr zu lesen, dass dieses Buch auch verfilmt werden wird.

Wenn ich so darüber nachdenke fallen mir auch eigentlich kaum negative Aspekte ein. Außer dass der Start etwas holprig ist, hat Julie Cross es geschafft, mit einer gelungenen Geschichte und einem sehr flüssigen und lockeren Screibstil den Leser in seinen Bann zu ziehen. Das Buch ist gleichermaßen ein Magnet für Mädchen und Jungs, die sich entweder in Holly oder Jackson wiederfinden, oder in einen der beiden unsterblich verlieben werden. Das ältere Publikum wird vor allem durch die filmreife Action gepackt, sodass ich dieses Buch nur jung und alt empfehlen kann.

Ein packender Roman mit suchtpotenzial und einem sehr fiesen Ende, das eindeutig nach mehr schreit!


Sturz in die Zeit
Julie Cross
Fischer FJB – August 2012
512 Seiten, gebunden
[16,99 €]

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2 responses to “Rezension: Sturz in die Zeit

  • ninespo

    Das mit dem Springen war Man in Black III ^^
    Ich mag deine Stimme :)
    Und (nach mittlerweile zwei oder drei Rezensionen, habt ihr euch angesprochen?? :D) werde ich mir das Buch auch mal zu Gemüte führen. Danke =) Lieb Grüße

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