Rezension: Grischa – Goldene Flammen

Ehrlich? Das Cover hatte es mir von Anfang an angetan. Und dennoch wusste ich nicht, ob ich tatsächlich zu dem Buch greifen sollte. Dass ich es letzten Endes doch getan habe, hat sich als absoluter Glücksgriff herausgestellt!

Leigh Bardugo, geboren 1975 in Jerusalem, wuchs in Los Angeles auf. Neben dem Schreiben arbeitet sie als Make-up-Artist. „Grischa“ ist ihr erster Roman, zwei weitere Bände sind in Vorbereitung.

Die Gestaltung des Buches ist wiedermal ein Traum für das Leserherz. Ich finde das Cover ist schlicht und sicher nicht innovativ, aber ich finde es einfach traumhaft schön. Ich mag Tuschezeichnungen und daher war ich noch erfreuter, dass ein Tuschewald sich unter dem Schutzumschlag verbarg. Die Kapitelanfänge sind immer mit einem kleinen Symbol versehen, die einfach super zur Geschichte passen. Um die entsprechende Seite wiederzufinden wurde dem Buch noch ein passendes, dunkelgrünes Lesebändchen hinzugefügt, dass die Gestaltung abrundet.

Alina Starkowa ist als Weisenkind aufgewachsen. Schon von Kindesbeinen an war Meljen in ihrem Leben und so ist es kein Wunder, dass die beiden zusammen in der Armee landen. Während Meljen sich mit dem Fährtenlesen auseinandersetzt, lernt Alina das Kartographieren. Eines Tages soll die Armee die Schattenflur überqueren, eine Sandwüste, ind er Dunkelheit herrscht und böse Kreaturen leben. Als das Skiff, auf dem sich Meljen und ALina befinden, angegriffen wird, wird Meljen schwer verletzt. Und dann passiert etwas, das Alinas Leben verändern wird… sie rettet Meljens Leben und Erweckt ihre Fähigkeiten als Grischa.

Unglaublich, wie dieses Buch mich in einen Sog zog. Ich konnte es tatsächlich nicht erwarten zu lesen, wie es mit Alina, Meljen und dem Dunklen weitergeht. Man lernt so viele aufregende und spannende Charaktere in diesem Buch kennen, dass man irgendwann selbst das Gefühl hat dazuzugehören.
Neben Alina, die eindeutig eine starke Heldin für diese Geschichte ist, und Meljen, den man Anfangs einfach nicht einschätzen kann, spielt auch der Dunkle eine große Rolle. Der Dunkle ist so etwas wie der Herrscher über die Grischa und direkt dem Zaren unterstellt. Ein Charakter, dessen Ausleuchtung so viele Facetten aufwies und den man mögen, hassen und verachten konnte. Aber auch die Nebencharaktere weißen Stärken und Schwächen auf, zaubern uns ein Lächeln auf’s Gesicht und enttäuschen uns, weil wir mehr von ihrem Wesen erwartet haben. Diese Mischung macht die Geschichte sicherlich ein Stück weit runder.

Die Geschichte an sich, die sich um die Mächte der Grischa, die Schattenflur und die Hirschherde dreht, ist nicht so spektakulär, wie man vielleicht annehmen mag, da ich das Buch ja wirklich verschlungen hatte. Doch die Art und Weise, wie Leigh Bardugo die Geschichte in eine so tolle Sprache packt, riss mich einfach mit.
Einziges Manko waren vielleicht die russischen Begriffe, die stets im Text aufkommen. Man muss sich etwas daran gewöhnen, doch nach einiger Zeit gehören diese Begriffe genauso dazu wie die Stazzeichen.

Alles in allem ist das Buch eine runde Sache und konnte mich vollends überzeugen.
Ein sehr gelungener Auftakt einer „russischen“ Trilogie, von der ich auf jeden Fall mehr lesen möchte! Und ich hoffe, dass der nächste Band bald erscheinen wird.


Grischa

Goldene Flammen
Leigh Bardugo
Carlsen – August 2012
352 Seiten, gebunden
[17,90 €]

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