Rezension: Halva, meine Süße

Nachdem die ersten Bilder des Covers aufgetaucht waren, musste ich mir schon eingestehen, dass ich neugierig auf „Halva, meine Süße“ wurde. Die Farben sind so schön, das Cover wunderschön. Als dann auch noch der Klappentext mich neugierig gemacht hat, war es um mich geschehen und ich wollte in die wunderbare Welt von halva abtauchen.

Ellen Alpsten, geboren 1971 in Kenia, studierte nach ihrem Abitur erst zwei Jahre Jura, eher sie an eine französische Universität wechselte. Nach dem Abschluss bewährte sie sich als Produzentin, Reporterin, Journalistin und Schriftstellerin.

   

Die Gestaltung erinnerte mich diesmal etwas an „Solang du schläfst“. Man hat sich hier den Schutzumschlag, sowie die Farbe des Hardcovers zu Nutze gemacht: der Schutzumschlag ist an einigen Stellen ausgeshcnitten, sodass das Gold des eigentlichen Buches durchscheint und das Cover abrundet. Einziges Manko: dabei läuft man Gefahr, dass der Schutzumschlag beim ins Regal stellen an den Ausschnitten beschädigt wird.
Auch im inneren wurde das Buch passend gestaltet. Hier wurde vor allem mit verschiedenen Schriften gearbeitet, die ein schönes Gesamtbild ergeben.

Zehn Jahre ist es her, dass die Familie Mansouri Taheran verlassen hat. Doch die Umstände, unter denen sie es schafften sich eine Freiheit zu erkaufen, sollten sie an Halvas achtzehnten Geburtstag wieder einholen. Während sich die Familie in Deutschland eingelebt hat und sich gut integriert hat, lernt Mudi in seinem Studiengang Kai kennen. Als Kai und Halva aufeinandertreffen, ist es, als ob zwei Welten aufeinandertreffen und sich zwei Planeten anziehen. Doch was weder Kai, noch Halva wissen ist, dass Briefe aus Teheran sie bald auf eine harte Probe stellen werden..

Das Buch bringt tatsächlich seinen eigenen Zauber mit, das es von der ersten Seite an versprüht. Alles beginnt mit dem Fortgang der Familie auf Taheran, den Gründen für diesen Entschluss, die Andeutungen auf das Leben danach. Und kam blättert man weiter, so findet man sich zehn Jahre später wieder und erkennt direkt die Veränderung der iranischen Familie, die sich in Deutschland eingelebt hat.

Halva ist ein sehr lebhafter Charakter, der sehr offen mit seiner Umgebung umgeht und den man einfach mögen muss. Mudi hingegen ist eher von der ruhigen Sorte, ich habe ihn mir oft wie den schweigsamen Freund vorgestellt, der neben einem steht und sich dezent zurückhält. Doch als Mudi Kai kennenlernt scheint er aufzublühen und findet Gefallen daran sich mit Kai anzufreunden.
Kai ist der Sohn eines Arztes und daher wohlhabend. Er scheint wirklich das komplette Gegenteil zu Halvas Familie darzustellen, die sich ihre Existenz in Deutschland aus dem Nichts haben aufbauen müssen.

Schön fand ich auch, dass die iranische Kultur so schön in das Buch eingeflochten wurde. Mit einer leichten Sprache erzählt Ellen Alpsten eine bittersüße Liebesgeschichte und vermittelt dem Leser auch, dass man nicht jeder Kultur kritisch gegenüberstehen sollte und offen sein muss für das, was andere Kulturen ausmacht. Dennoch zeigt sie auch Vorurteile und negative Aspekte auf, die die Geschichte leben lässt und vor allem realistisch macht.

Der einzige Kritikpunkt ist die Ausgesteltung der Charaktere. Manchmal wollte ich Halva und Kai am liebsten an den Schultern packen und kräftig schütteln. Sie handelten so, wie ich es nicht von ihnen erwartet hatte, verhielten sich so gar nicht, wie ihr Charakter es in ihr Drehbuch schrieb. Und dann führte die Geschichte mich an ein Ende, das mich nicht wirklich zufrieden sein ließ, mich gar nach weiterem Inhalt blätternd zurückließ.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei „Halva, meine Süße“ und eine schöne und solide Geschichte für junge Erwachsene und jung gebliebene Erwachsene, die sich mit einem Thema beshcäftigt, auf das man sich ein wenig einlassen muss, aber sich gar wundervoll lesen lässt.


Halva, meine Süße

Ellen Alpsten
Coppenrath – August 2012
400 Seiten, gebunden
[16,95 €]

Vielen Dank an Bloggdeinbuch.de und Coppenrath zur Verfügungstellung des Leseexemplars!

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